Wenn am Mittwochabend, 28. April, der Hauptausschuss des Fürstenberger Stadtparlaments den Entwurf des künftigen Etats diskutiert und bestenfalls beschließen wird, will sich der Ortvorsteher von Altthymen, Manfred Saborowski, noch einmal Gehör verschaffen.
Einerseits finde er zwar gut, dass noch einmal über den Haushalt diskutiert werden kann. Die Stadtverordneten hatten sich vergangenen Donnerstag mehrheitlich dagegen ausgesprochen, den Etat auf Vorschlag der Verwaltung zu verabschieden. Das sorge zwar dafür, dass die Verwaltung nicht handlungsfähig sei, aber man könne nun nochmals über einzelne Punkte beraten, hofft Manfred Saborowski.

Noch viel Diskussionsbedarf

Vor allem ein Thema habe ihn nämlich auf die Palme gebracht: dass lediglich die Sanierung der Dahmshöher Brücke in dem Etat-Entwurf verzeichnet sei.
„Das kann nicht sein, denn paradoxerweise war die Sanierung der Brücken für vergangenes Jahr im Haushalt fest eingeplant“, ärgert sich der Ortsvorsteher, vor 2019 Stadtverordneter der Linken im Parlament. Mit anderen Worten: „Der Haushaltsentwurf ist einfach schlecht, viele neue Punkte gibt es, da muss diskutiert werden“, findet auch er. Wie könne es beispielsweise sein, dass die Brücken gestrichen wurden, aber das künftige Trainingscamp für den SV Fürstenberg, beziehungsweise dessen Planung, weiter Bestandteil des Haushaltes sei. „Immerhin kostet das insgesamt eine halbe Million Euro etwa“, rechnet Saborowski vor.

Fördermittel stehen aus

Ganz zu schweigen von dem aus seiner Sicht überflüssigen Prestigeprojekt des Baus einer Havelbrücke für 3,8 Millionen Euro. Zumal die Kostenexplosion bei dem Vorhaben noch nicht beendet sein dürfte. „Dafür will sich die Stadt sogar verschulden und will einen Kredit aufnehmen, aber die wichtige Sanierung einer kleinen Brücke wie der über das Mühlenfließ in Altthymen wird ersatzlos gestrichen“, ärgert er sich. Das leidige Thema Brückensanierung sei inzwischen ein echter Dauerbrenner. Seit mehr als acht Jahren werde es in und her geschoben in der mittelfristigen Finanzplanung oder im Etat. Dass sowohl die Mühlenfließbrücke, die schon seit Ewigkeiten eine Tonnagebegrenzung hat, als auch die Brücke über den Schwaberowbach in Dahmshöhe noch nicht wie beabsichtigt saniert wurden, liegt nach den Worten des Ortsvorstehers lediglich an der ausstehenden Zusage von Fördermitteln. Daher müsse der Bau auch der Mühlenfließ-Brücke eingeplant werden.