Eine geruhsame Weihnachtszeit erhoffen sich viele Wasserstädter vor dem Hintergrund des Lockdowns. Beklagenswerte Missstände aufzuzeigen, schließt das aber keinswegs aus, betont Raimund Aymanns, Fraktionsvorsitzender von Pro Fürstenberg im Stadtparlament.
Etwa an der Allee Unter den Linden, dem nördlichen Bereich der B-96-Ortsdurchfahrt. Was dort in den vergangenen Wochen vorgefallen sei, verärgere viele Einheimische. Der „schöne, traditionelle Charakter dieser von Linden gesäumten Allee“ sei zerstört worden, 11 Bäume wurden gefällt. Es werde Jahre dauern, bis das Aussehen der Straße wieder hergestellt ist, beklagt Aymanns.

Allee-Charakter zerstört

Das Thema sei mit Recht auch in den Sitzungen des Stadtrates hochgekocht, zumal lange Zeit nicht klar war, wer denn nun für die Bäume zuständig sei, die Kommune oder der Landesbetrieb Straßenwesen, der die Bundesstraße unterhält.
„Nun hat die Stadtverwaltung endlich eingeräumt, sie habe die Verkehrssicherungspflicht auch für diese Straßenbäume“, merkt der frühere Amtsdirektor an. Wobei er gerne einräumen wolle, dass ein entsprechendes Baumgutachten vorliegt, das die Gefahr dokumentiert, die von den Bäumen ausging. Zumindest von einem Gutachten für einen Baum habe er Kenntnis, so Aymanns.
Weiteres Ärgernis in diesem Bereich seien Stolperfallen für Passanten, die sich seit einiger Zeit herausgebildet haben. Und zwar im Umfeld der Bäckerei Eckert. „Ein verdienstvoller und wichtiger Bäcker, der für den jährlichen Weihnachtsmarkt, außer in diesem Jahr, immer unentgeltlich einen riesigen Weihnachtsstollen zubereitet hat“, merkt Raimund Aymanns an.

Zuständigkeit klären

Nach seiner Überzeugung sollte nun einmal die Kommune für diesen Gewerbetreibenden etwas tun und die Stolperfallen zwischen Gehweg und Böschung hoch zur B-96 rasch beseitigen. Zumal die städtischen Einzelhändler in dieser schwierigen Zeit „Hilfe von der Kommune benötigen“, fordert der Pro-Fürstenberg-Chef. Konkret gehe es um Stützschienen, die die Böschung halten, aber inzwischen lose seien, so dass Passanten im Dunkeln leicht darüber stolpern und stürzen könnten.
Bürgermeister Robert Philipp (parteilos) freut sich über solche „aufmerksamen Hinweise aus der Bevölkerung“, aber was die Unfallgefahr durch diese Stolperfallen betrifft, sei tatsächlich erst die Zuständigkeit zu klären. Konkret geht es darum, mit dem Landesbetrieb abzustimmen, bis zu welchem Bereich im Straßennebenraum das Land zuständig ist. Er werde dies rasch veranlassen, aber wegen der Feiertage könnte die Klärung des Problems noch bis in den Januar andauern.