In den kommenden vier Wochen lässt die Stadt Zehdenick Passanten auf den Zahn fühlen, um so mehr über ihr Kaufverhalten in Erfahrung zu bringen. Die Befragungen finden jeweils donnerstags und sonnabends statt.

Studie „Vitale Innenstädte“ findet deutschlandweit statt

Was ist der Hintergrund? „Die Stadt Zehdenick beteiligt sich an der Studie ,Vitale Innenstädte 2020’. Das Projekt der IFH Köln GmbH ist die größte Innenstadtstudie Deutschlands. Ziel ist, auf der Basis von Einzelinterviews Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, wie die Attraktivität und Lebensfähigkeit gesichert werden kann“, verrät Uta Kupsch vom Stadtmarketing Zehdenick den Hintergrund der Straßenbefragung. Die Industrie- und Handelskammern seien Partner des Projektes und beteiligten sind mit 50 Prozent an den Kosten der Studie.

Interviewer sind an verschiedenen Standorten präsent

In Zehdenick werden die Interviewer an verschiedenen Standorten unterwegs sein, so am Berliner Tor, donnerstags auf dem Marktplatz, außerdem im Einkaufszentrum an der Grünstraße sowie auf der Berliner- und der Dammhaststraße. Verantwortlich für die Interviews ist die Foerster & Thelen Marktforschung Feldservice GmbH aus Bochum. „Die Beantwortung der Fragen ist natürlich freiwillig und anonym“, versichert Uta Kupsch.

Fragen nach der Attraktivität der Innenstadt werden gestellt

Gefragt wird unter anderem, warum man gerade in der Innenstadt unterwegs ist, wie viele Einzelhandelsgeschäfte besuchen werden, wie die Attraktivität der Innenstadt bewertet wird ober ob beziehungsweise wie sich das Kaufverhalten durch die Corona-Pandemie verändert hat. Aus dem Land Brandenburg beteiligen sich neben Zehdenick zehn weitere Städte an dem Projekt, darunter Templin und Pritzwalk. Insgesamt haben sich bundesweit mehr als 110 Städte aller Größenordnungen um die Teilnahme beworben. Einige Städte sind bereite das zweite Mal dabei. „Das zeigt, wie wichtig es gerade jetzt ist, die Innenstadt neu zu denken, zu konzipieren und zu gestalten. Denn es gilt, nicht nur die Situation zu erfassen, sondern nachhaltige Zukunftskonzepte für den jeweiligen Standort abzuleiten“, erläutert Uta Kupsch den Hintergrund der Innenstadtstudie.

Seit 2014 wird alle zwei Jahre gefragt

Das Projekt des Instituts für Handelsforschung (IFH) findet bundesweit alle zwei Jahre statt. Neben Einschätzungen zu Gegebenheiten und dem lokalen, individuellen Besuchsverhalten wird auf Schulnotenbasis untersucht, wie Passanten die jeweilig besuchte Innenstadt bewerten. Bisher wurde die Analyse „Vitale Innenstädte“ in 2014, 2016 und 2018 durchgeführt. Ergänzend zu den wiederkehrenden Standardfragen wurde in jedem Erhebungsjahr ein Schwerpunktthema untersucht: lokale Sortimente, digitale Services, Komfort und Erlebnis.
Je nach Größe der Stadt werden unterschiedlich viele Interviews durchgeführt. In der Folge sind Vergleiche innerhalb von Ortsgrößenklassen und Vergleichbarkeit in ganz Deutschland möglich. Im Jahr 2018 wurden in Summe etwa 60.000 Interviews in 120 Städten durchgeführt.