Den Einstieg ins Filmgeschäft haben Schülerinnen und Schüler der Exin-Oberschule Zehdenick Ende Oktober im Festen Haus in Badingen gewagt. Mit professioneller Unterstützung drehten sie Filme über das mittelalterliche Schloss. Die Premiere wird im Frühjahr 2021 sein. Begonnen hatte alles im Sommer dieses Jahres. Die Jugendlichen erarbeiteten Vorschläge zur Neugestaltung des Festen Hauses. Sie setzen sich mit Fragen der Architektur und Stadtentwicklung auseinander und präsentieren ihre Ideen und Vorschläge am Ende der Arbeitsphase Anfang Oktober auf Schloss und Gut Liebenberg öffentlich.

Aus Collagen werden Filmrequisiten

An das Projekt „Die Stadtentdecker“ hat sich jetzt das Projekt „Chancenland“ angeschlossen, wieder unter der Leitung der DKB-Stiftung für gesellschaftliches Engagement. Die im ersten Projekt erstellten Collagen, das Architekturmodell und die Rauminstallationen wurden als Requisiten genutzt und das Feste Haus selbst zum authentischen Drehort.

Zeitgeschichte mit Fiktion verknüpft

In einem journalistischen Workshop bekamen die Schülerinnen und Schüler zunächst Einblicke ins das Filmgeschäft und -techniken, um danach Geschichten über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft des Festen Hauses Badingen anhand eines Drehbuchs lebendig werden zu lassen. Dabei haben sie zeitgeschichtliche Fakten mit fiktionalen Elementen verbunden und ihre Erwartungen und Nutzungsideen für das unter Denkmalschutz stehende Haus einfließen lassen. Zum Einsatz kam dabei die Stop-Motion-Technik, bei der eine Illusion von Bewegung erzeugt wird, indem einzelne Bilder von unbewegten Motiven aufgenommen und anschließend aneinandergereiht werden. Das fast in Vergessenheit geratene Feste Haus, das zu den ältesten Renaissanceschlössern der Mark Brandenburg zählt, erwachte so aus dem Dornröschenschlaf.

Kreativität fördert das Lernen

Dabei eigneten sich die Schüler im Laufe des einwöchigen Projektes Kenntnisse über kreativ-entdeckendes Lernen und moderne Produktionsmethoden an. Unterstützt wurden sie dabei von Ulrike Eichentopf, der Leiterin für Kunst und Kultur der DKB-Stiftung, und dem erfahrenen Medienpädagogen des Landesfachverbandes Medienbildung Brandenburg, Daniel Vishnya.

Präsentation im Rahmen einer Ausstellung

Die Ergebnisse aus beiden Projekten präsentieren die Jugendlichen Anfang 2021 in der Mixed-Media-Ausstellung „Landtastisch“. Das Projekt „Chancenland“ wird in Kooperation mit dem Landesfachverband Medienbildung Brandenburg und dessen Medienbildungsprogramm durchgeführt.