"Dabei ist das Wort "erben' nur im übertragenen Sinne zu gebrauchen", wie Jana Brzoska erklärt. Denn ihre Mutter habe einfach aus Altersgründen kürzertreten müssen. Deshalb habe sie sich überreden lassen, sich weiter um die Belange der gut 38 Mitglieder zählenden Kirchengemeindezu kümmern. Durchaus eine Herausforderung, da sie gar nicht mehr in Glambeck, sondern inzwischen in Grieben lebt. Dort hat sie gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten ein Haus gebaut. Außerdem arbeitet die gelernte Arzthelferin in Alt-Mariendorf in Berlin und ist so fast jeden Tag lange zur Arbeitsstelle unterwegs.
Dennoch empfindet sie das Engagement für die Glambecker Kirchengemeinde, der sie auch nach ihrem Umzug nach Grieben noch immer angehört, nicht als Belastung. "Einfach weil es Spaß macht, sich für Glambeck einzusetzen und sich die Einwohner darüber freuen", stellt Jana Brzoska klar. Immerhin habe sie fast 33 Jahre in Glambeck gelebt. "Die Leute kennen meine Mutter, sie kennen mich und sie vertrauen mir", erzählt sie weiter. Außerdem lebe ihr Bruder noch immer in Glambeck, also seien die familiären Bande in den Ortsteil durch ihren Umzug keineswegs gekappt worden.
Zu ihren Aufgaben in der Kirchengemeinde gehören vor allem die Vorbereitung des Januarfeuers, der Walpurgisnachtfeier und des Sommerfestes, zu dem in Glambeck nicht nur die Glieder der Kirchengemeinde eingeladen sind, sondern alle Einwohner. Nicht vergessen werden darf das alljährliche Volleyball-Turnier, denn die Glambecker sind sportlich.