"Da gibt es unglaublich kreative Lösungen", sagt Roy Lepschies. Der Leiter des Ziegeleiparks hat beobachtet, dass Besucher nicht nur neben ihren Namen auch Geburtsdaten und Handabdrück im feuchten Ton verewigten, sondern auch Erinnerungsstücke aus dem Urlaub an der Ostsee. "Die drücken Muscheln in den Stein, der dann später als Erinnerung auf dem Sims steht", sagt Lepschies. "Manche Besucher versehen die Ziegel mit persönlichen Erinnerungen, die sie dann in ihr neu gebautes Haus einbauen".
Der Feldbrandofen werde jedes Jahr neu aufgebaut, schildert der Leiter des Ziegeleiparks. Die zu brennenden Steine werden so gelegt, dass die unterste Schicht einen Rost für die Asche bildet. Danach werden die Steine im Rechteck gestapelt, zwei Kammern bleiben zum Heizen frei, die Öffnung vorne wird mit Platten abgedeckt. Nach oben verengt sich der Turm, an der Spitze sorgen zwei Kamine für den Hitzeabzug. Gut fünf Tage braucht es, bis alle Tonziegel gebrannt sind. Die Temperatur steigere sich langsam von 200 auf rund 1 000 Grad, ansonsten platzen die Steine. "Wenn die Steine kirschrot leuchten, dann sie sind fertig", sagt Lepschies.
Danach müssen sie auskühlen, das dauert etwa vier Tage, so dass am Wochenende sämtliche Steine bereits abgekühlt und in Tüten sortiert bereitstanden.