Laub- und Nährstoffeinträge aus der ackerbaulich genutzten Umgebung sowie die klimatischen Veränderungen wie etwa zurückgehende Niederschläge hatten das Gewässer weitgehend verlanden lassen. Seinen Wert als Lebensraum und Laichgewässer für bedrohte Amphibien wie zum Beispiel Knoblauchkröte, Kammmolch und Moorfrosch hat sich deutlich verschlechtert.
Lebensraum für Amphibien
Um die Situation vor Ort zu verbessern, hat die Grüne Liga in ihrem Artenschutzprojekt das Kleingewässer entschlammen lassen. Jetzt erfüllt das Feldsoll wieder seine ursprünglichen Lebensraumfunktionen für Kröten, Frösche und Molche. Dafür wurden zudem Gehölze am Südufer entnommen, um die Erwärmung des Gewässers und dadurch die Larvenentwicklung zu fördern. Mit dem Schnittgut wurden Totholzhaufen und eine Benjeshecke angelegt. Diese bieten den Amphibien Schutz an Land und neue Lebensräume für Reptilien, Vögel und Kleinsäuger. Die Naturschützer hoffen darüber hinaus, dass die jährliche Krötenwanderung über die L 22 in ein ebenfalls verlandetes Kleingewässer somit künftig entfällt und sich die Tiere in der "Schafswäsche" sammeln. Die Liga betreut hier seit 19 Jahren einen mobilen Amphibienschutzzaun.
Feldsölle sind Relikte der Eiszeit, als abtauende Eisblöcke jene mit Schmelzwasser gefüllten Hohlformen in der märkischen Landschaft hinterlassen haben. Viele der ehemals häufigen Feldsölle sind im Zuge von Meliorationsmaßnahmen zur Gewinnung landwirtschaftlicher Nutzflächen verschwunden. Der Name "Schafswäsche" ist ein historischer Flurname und hat den Ursprung, dass Landwirte, die ihre Tiere in der freien Landschaft hielten, die Wolle der geschorenen Schafe in Söllen und Weihern wuschen.