Eine Sperrung scheint die nächste magisch anzuziehen. Noch bis zum 23. Oktober ist die B96 bei Teschendorf unpassierbar. Jetzt werden neue Straßensperrungen angekündigt. Zwei Monate lang wird der Bahnübergang in Neuhäsen komplett gesperrt. Schon ab nächste Woche. Vom 14. Oktober bis 12. Dezember finden im Bereich des Bahnübergangs „umfangreiche Gleis- und Straßenbauarbeiten“ statt, teilt die Berliner Unternehmensgruppe für Gleis- und Tiefbau BUG Verkehrsbau SE am Donnerstag mit. Eine Umleitung über die B167 – B96 – Gutengermendorf sei ausgeschildert, heißt es weiter.

Mehr Sicherheit am Bahnübergang

Doch der schlechten Nachricht über die Sperrung folgt die gute: Es werden Schranken gebaut. Die Zeiten, in denen die Verkehrsteilnehmer mit leichtem Unsicherheitsgefühl durch den Wald von Neulöwenberg Richtung Neuhäsen oder umgekehrt unterwegs waren, um dann an dem unbewachten Bahnübergang auf 10 Stundenkilometer herunter zu drosseln, sind dann vorbei. Künftig muss niemand mehr auf den sich nähernden Zug achten, der sich aus dem Wald windet und mit zwei lauten Signaltönen dem Übergang nähert.

Blinklicht und Andreaskreuz

Die zwei Monate Bauzeit werden genutzt, um zwei Halbschranken zu installieren, wie sie vielerorts im Löwenberger Land an den Übergängen existieren. „Blinklicht, Andreaskreuz und Signaltöne kommen dazu“, sagt Ingenieur Michael Simon. Damit werde ein mögliches Unfallrisiko minimiert. Auch der unbeschrankte Übergang Hammelspring, hinter Vogelsang und vor Templin, der Linie RB 12 „wird zeitgleich umgebaut und mit Halbschranken versehen“, so Simon. In Neuhäsen wird zudem die Straße am Umgang breiter gemacht.
Der Bahnverkehr muss während der Bauphase nicht ausgesetzt werden, teilt Ingenieur Simon mit. „Es wird nur nachts gearbeitet.“ Die Gleis- und Straßenbauer sind nur in den fünf Stunden im Einsatz, in denen die Strecke nicht befahren wird. Die Baukosten schätzt Simon auf rund eine Million Euro.