Der Evangelische Kirchenkreis Oberes Havelland reagiert damit unter anderem auf die stetig sinkende Zahl an Gemeindegliedern. So sank die Zahl der Gemeindeglieder im Sprengel Löwenberg-Linde-Grüneberg von 1 210 im Jahr 2011 auf 1 111 zum Stichtag 31. Oktober 2015. Zum Sprengel Gutengermendorf gehörten 2011 insgesamt 558 Glieder, 2015 waren es nur noch 520.
Doch ebenso wichtig ist der Kirche die inhaltliche Arbeit, die im neuen Sprengel mit seinen dann etwa 1 200 Gliedern noch besser gestaltet werden kann. Das betrifft die Jugend- und Seniorenarbeit ebenso wie die Organisation von Festen und die seelsorgerische Arbeit.
Zum neuen Pfarrsprengel Löwenberger Land gehören die Kirchengemeinden Löwenberg, Linde, Teschendorf und Grüneberg, der ehemalige Sprengel Löwenberg-Linde-Grüneberg. Weitere Gemeinden sind Gutengermendorf-Häsen, Kraatz, Buberow, Großmutz und Hoppenrade, die ehemals den Sprengel Gutengermendorf bildeten. Die Gemeinden Meseberg und Baumgarten werden noch von Pfarrer Ziemann betreut, bevor sie im März mit Gransee fusionieren. Den Pfarrsprengel Falkenthal wird es künftig nicht mehr geben. Die Kirchengemeinden Falkenthal und Liebenberg werden im Sprengel Löwenberger Land aufgehen, während Klein-Mutz und Bergsdorf später nach Zehdenick wechseln und Neuholland künftig offiziell von Liebenwalde betreut wird.
Dass der Festgottesdienst am 31. Oktober in Kraatz stattfindet, hat einen guten Grund, um den kleineren Gemeinde die Angst zu nehmen, künftig von Löwenberg dominiert zu werden, so der Hinweis des stellvertretenden Superintendenten Christoph Poldrack. Als Pfarrer werden sich Ruth-Barbara Schlenker und Tobias Ziemann die Arbeit teilen und die Gemeinden gemeinsam betreuen.