Eigentlich wurde das Schiff schon am Mittwochmorgen erwartet. Doch nun steckt es auf der A 24 fest. Die Fahrt kann frühestens um 22 Uhr fortgesetzt werden.
Was ist passiert? Wegen der momentan gesperrten Schleuse in Zaaren musste die schwimmende Wanderbühne mit einem Schwerlasttransport die Reise nach Zehdenick antreten. Gegen 2 Uhr in der Nacht erreichte der Transport die Autobahnraststätte Walsleben-West. Von dort aus sollte die brandenburgische Polizei den Transport nach Zehdenick begleiten. Doch zunächst prüften die Beamten die Transportgenehmigung und untersagten die weitere Fahrt. "Der Grund: In der Genehmigung stand ein Überhang, den unser Schiff gar nicht hat", berichtete Sophia Sorge von der Theatercrew. "Die Gesamtlänge des Fahrzeugs war allerdings korrekt angegeben, sodass sich für die Sicherheit des Verkehrs nichts geändert hätte. Genauso sah das auch die Genehmigungsbehörde, die uns heute morgen sofort und innerhalb weniger Minuten eine korrigierte Genehmigung ausstellte", kritisierte Sophia Sorge die strenge Haltung der Beamten.
Polizeisprecherin Ariane Feierbach hingegen verteidigte das Vorgehen der Polizei: "Der genutzte Anhänger entsprach nicht der Transportgenehmigung. Damit war die Genehmigung erloschen."
"Uns rennt die Zeit davon", sagte Sophia Sorge. Am Sonnabend um 18 Uhr soll in Zehdenick die Premiere "Hinter den Fenstern" gefeiert werden. "Das Ensemble wartet dringlichst auf das Schiff", sagte die Theatersprecherin. Sollte das Schiff wie erwartet heute um 22 Uhr weiterfahren und in der Nacht in Zehdenick ankommen, sei die Premiere jedoch gesichert. Das Ensemble setze die Proben provisorisch fort.
Doch am Mittwochnachmittag ergaben sich neue Probleme. Auf Nachfrage von www.moz.de erklärte die Polizei, von einer neuen Genehmigung noch nichts zu wissen. Auch ein Schwerlasttransport sei für den Abend bislang nicht angemeldet worden. Die Traumschüff-Leute erklärten am Nachmittag wiederum, mit der Polizei sei inzwischen alles geklärt.