Wegen einiger redaktioneller Formfehler kann der Bebauungsplan für das Wohngebiet Triftweg/Verlängerter Triftweg in Zehdenick zurzeit nicht in Kraft treten. Schon Ende Juni dieses Jahres hatte die Stadt Zehdenick den Plan zur Genehmigung eingereicht. Der Landkreis Oberhavel hatte im Rahmen des Genehmigungsverfahrens aber einiges zu bemängelt, was nun erst durch Beschluss der Stadtverordneten am 26. November geheilt werden muss. Erst danach kann der Plan durch Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft treten.

Höhen sind in Meter über Normalhöhennull anzugeben

So müssen jetzt zusätzliche Zahlen und Buchstaben in die Planzeichnung eingearbeitet werden, um bestimmte Maßnahmen konkret zu kennzeichnen. Außerdem fordert der Landkreis Umstellungen bei Formulierungen. In einem anderen Fall muss hinsichtlich des Naturschutzes die Rechtsgrundlage ergänzt werden. Die Höhen seien überdies in Meter über Normalhöhennull anzugeben, fordert der Landkreis Oberhavel in seiner dreiseitigen Stellungnahme zum Antrag der Stadt. Die Stadtverwaltung hat daraus eine fünfseitige Beschlussvorlage gemacht, die zunächst im Bau- und schließlich auch im Hauptausschuss beraten und zur Empfehlung an das Stadtparlament auch beschlossen wurde.

23 Eigenheime in der Nähe des Voßkanals

Das Plangebiet umfasst rund 2,88 Hektar. Dort können zirka 23 Eigenheime mit einer Grundstücksgröße von jeweils zirka 700 Quadratmeter entstehen. Nach dem Aufstellungsbeschluss am 7. Februar 2019 beschäftigen sich die Gremien der Stadt Zehdenick bereits seit fast zwei Jahren mit dem Vorhaben eines privaten Investors, der die Bemühungen der Kommune unterstützt, in der Havelstadt baureife Grundstücke für den Eigenheimbau zur Verfügung zu stellen. Die Planung sieht außerdem den Bau eines Fußweges zum nahegelegenen Voßkanal vor.

Verzögerungen auch bei städtischen Vorhaben

Die Stadt Zehdenick ist mit ihren eigenen Vorhaben auch nicht schneller. So stehen erschlossene Grundstücke an der Straße des Friedens immer noch nicht für die Vermarktung zur Verfügung, weil alte Gebäude erst noch abgerissen werden müssen. Im kommenden Jahr sollen weitere Grundstücke im Gebiet nördlich des Robinienweges für die Vermarktung zur Verfügung gestellt werden, sobald die Erschließungsarbeiten abgeschlossen sind. Durch den Zuzug junger Familie erhofft sich die Kommune in den kommenden Jahr höhere Steuereinnahmen und damit mehr finanziellen Spielraum für Investitionen.