Womöglich einen Unfall gebaut, dann den Verkehr behindert, schließlich randaliert: Ein sturzbetrunkener Autofahrer hat am Samstagabend auf der L222 zwischen Großwoltersdorf und dem Abzweig Güldenhof die Polizei in Atem gehalten, wie die Inspektion Oberhavel mitteilte.
Der 57-jährige Mann wurde gegen 21.20 Uhr zunächst von einem Zeugen an der Weiterfahrt gehindert, nachdem er zuvor grundlos mit seinem Fahrzeug auf der Fahrbahn zum Stehen kam und augenscheinlich stark alkoholisiert war. Nach dem Eintreffen der Polizei versuchte sich der Fahrer der Kontrolle zu entziehen und trat mit den Füßen nach den Beamten.

Unfallspuren am Auto

Ein immerhin freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab 2,95 Promille, sodass mittels „einfacher körperlicher Gewalt“ eine Blutentnahme in der Polizeiinspektion Oberhavel durchgesetzt werden musste. Zuvor beleidigte der Betrunkene die eingesetzten Beamten mehrfach.
An seinem Fahrzeug konnten zudem frische Unfallspuren festgestellt werden, wobei der Fahrer keine Angaben zum Unfallort machte. Eine Weiterfahrt wurde dem selbstverständlich untersagt, der Führerschein beschlagnahmt und Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr und erlaubten Entfernen vom Unfallort, Beleidigung sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.