Der neunköpfige Jury unter dem Vorsitz von Professor Jürgen Peters von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde fiel die Entscheidung so schwer, dass sich die Juroren am Ende darauf einigten, in der Kategorie Altbausanierung zwei erste Prise zu vergeben. Die Ehrung wurde Martina und David Schmidtke für das mit viel Liebe zum Detail sanierte Wohnhaus Nagelstraße 5 in Gransee zuteil. Peters würdigte: "Das Wohnhaus ist ein jüngeres, aber typisch und besonders gelungenes Beispiel für den Granseer Sanierungsprozess". Ebenfalls einen ersten Preis verlieh die Jury der Familie Lück-Lindwurm für ihren sanierten Vierseithof in Menz. Dem Hof drohte Anfang der 1990er-Jahre noch der Abriss. Hof-Erbin Lück-Lindwurm entschloss sich, das Ensemble zu sanieren und in den Seitenflügeln Ferienwohnungen einzurichten. "Die Anlage ist ein wichtiger kultureller Bestandteil des Dorfes, aber auch ein Beitrag zur Förderung des Tourismus in der Region", sagte Peters in seiner Laudatio.
Die eigentlich separat ausgeschriebenen Kategorien Neubau und Gartengestaltung fasste die Jury zusammen, weil Gärten nicht von Häusern zu trennen seien, so der Jury-Vorsitzende Peters. Der Preis geht an Joachim Krebser und Hartmut Koch sowie das Architektbüro merten nibbes aus Berlin, die in der Bahnhofstraße 5 in Neuglobsow einen bemerkenswerten Neubau realisiert haben. Dr. Anne Schmedding, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung Baukultur und Jurymitglied, würdigte die Preisträger: "Das Wochenendhaus ist ein mutiges, zeitgenössisches Statement. Es nimmt intelligent ortsübliche Farben und Materialien auf, ohne auch nur ansatzweise historisierend zu sein."
Darüber hinaus sprach die Jury insgesamt noch fünf Anerkennungen aus.