Es ist kein "Essen auf Rädern", keine "Suppenküche", die "Cuisine transportable" hat von allem etwas. Vor allem aber ist sie eine künstlerische Installation, wie Dupuis und Baensch betonen. Christine Dupuis bot Kochkurse an, Thorsten Baensch suchte Rezepte für Kochbücher. Ein ideales Zusammentreffen. Am Himmelfahrtstag war das Ganze  den Nachmittag über in der Brennerei auf dem Gut Zernikow zu erleben.
Die transportable Küche, nichts anderes bedeutet "la cuisine transportable", ist nun keine Traumküche für die moderne Hausfrau, es ist eine rund fünf Quadratmeter umfassende würfelförmige Konstruktion, deren Wände aus Karton bestehen, mit offenem Zugang an den Seiten. Es gibt einen Teller Suppe unter der Bedingung, etwas zurückzugeben. "Das kann ein Rezept sein, irgendetwas Bedeutendes. In Marokko hat uns ein Mädchen sein Kuscheltier mitgegeben," sagt Baensch.
Es hängt seitdem mit vielen anderen gesammelten Erinnerungsstücken an einer der Wände der Cuisine transportable. "Wir haben bisher rund 3 000 Rezepte mit persönlichen Kommentaren gesammelt, die wir als Buch exakt so veröffentlichen wollen", sagt Verleger Thorsten  Baensch.
Erste Ausstellung folgt im Juni
Für den erst kürzlich gegründeten Verein "KF4" – die Abkürzung steht für "Kunstraum Feldstraße 4" war "La Cuisine transportable" die erste Veranstaltung, die unter eigener Regie in der Brennerei organisiert wurde. Am 15. Juni soll es weitergehen. An jenem Tag um 16 Uhr wird eine Ausstellung eröffnet. Der Japaner Seiji Morimoto präsentiert Video-Klanginstallationen unter dem Titel "breathing room". Anschließend sind seine Werke bis Freitag, 7. Juli, in der Brennerei auf Gut Zernikow zu sehen.

Neu gegründeter Kunstverein


Der Verein "KF4" wurde im Mai von acht Personen gegründet, die sich unter anderem zum Ziel gesetzt haben, die Brennerei auf dem Gut zu erhalten und dort Kunstveranstaltungen durchzuführen.

Im Internet ist der Verein mittlerweile auch zu finden und zwar unter der Adresse kf4.org mhe