Er hatte in der Nacht zum 13. November 2011 einen Holzschuppen angezündet, der sich auf dem Kreuzbrucher Grundstück des Rammstein-Keyboarders Christian "Flake" Lorenz befand. Der Musiker der umstrittenen und wohl bekanntesten deutschen Hardrock-Band war zu dem Prozess am Amtsgericht Zehdenick als Zeuge geladen und auch tatsächlich selbst erschienen. Doch zu einer Aussage des Musikers kam es nicht. Der Angeklagte zeigte sich zu sämtlichen ihm zur Last gelegten Taten geständig.
Der Kreuzbrucher hatte in der Nacht zunächst eine Musikanlage aus einem Partyraum auf dem Vier-Seiten-Hof gestohlen. Anschließend habe er mit Kohlenanzünder einen Schuppen in Brand gesetzt. Nach eigenen Aussagen sei Eifersucht sein Motiv gewesen. Er habe gedacht, ein Verwalter des Hofes habe ein Verhältnis mit seiner Freundin. Auch mit einem anderen Gast des Hofes habe er "ein Missverständnis" gehabt. Die Tat sei eine "Überreaktion" gewesen, sagte er. Dass der Hof dem "Rammstein"-Bandmitglied gehörte und nicht dem Verwalter, will er nicht gewusst haben.
Nach dem Diebstahl und der Brandstiftung hat sich der 30-Jährige zunächst mit seinem Auto abgesetzt. Bei der Tat war er alkoholisiert. Da er die gestohlene Musikanlage nicht zu Hause lagern wollte, fuhr er zu einem Freund weiter. Dabei setzte er sein Fahrzeug mit Tempo 100 gegen mehrere Straßenbäume und beging danach Unfallflucht. "Sie können von Glück sagen, dass Sie nicht tot sind", mahnte der vorsitzende Richter Lothar Wernicke.
Die anderthalbjährige Haft wandelte das Gericht in eine dreijährige Bewährungsstrafe um. Wegen zweier Vorstrafen erhält der Mann zudem ein einmonatiges Fahrverbot und muss gemeinnützige Arbeit ableisten. Den Hof soll der "Rammstein"-Keyboarder mittlerweile verkauft haben. (Liebenwalde)