Die Entscheidung stehe im Gegensatz zu dem, was die Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) empfehle. Nach einer ersten Rücksprache der landeskirchlichen Rechtsabteilung könne die Oberhaveler Entscheidung von den Ministerien der Brandenburger Landesregierung so pauschal nicht nachvollzogen werden, heißt es weiter.
Der Landkreis Oberhavel verweist indes auf die Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg, wonach lediglich Gottesdienste und andere religiöse VeranstaltungeninKirchen et cetera mit bis zu 50 Personen von derpauschalen Untersagung von Zusammenkünften ausgenommen seien. "Anträge, Zulassungen oder sonstige Genehmigungen oder Befreiungen sieht die Eindämmungsverordnung nicht vor", stellte Irina Schmidt von der Pressestelle des Landkreises auf Nachfrage fest.
Superintendent Uwe Simon empfiehlt indes allen Gemeinden, die Freiluftgottesdienste geplant haben, diese auch abzuhalten – natürlich unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandregeln. "Unsere Kirche hat ihren Raum nicht nur in den Kirchengebäuden, sondern überall dort, wie wir Gottesdienste feiern", so der Superintendent in einem ersten Statement. Auf Grund der aktuellen Lage hat sich ferner Landesbischof Christian Stäblein im Kirchenkreis angesagt und will an dem Zehdenicker Freiluftgottesdienst ab 10 Uhr auf dem Klosterhof teilnehmen. Weitere Freiluftgottesdienste sind unter anderem in Meseberg und Grüneberg geplant.
Anlässlich des Feiertags hatte der Bischof selbst in einer Botschaft zu Freiluftgottesdiensten zum Himmelfahrtstag aufgerufen.