Ihren 100. Geburtstag hat Elfriede Schneider am Dienstag mit ihren drei Freundinnen Margot, Helga und Gunda, ihrem Enkelsohn Alexander Smaka und ihrer Tochter Edith Friedrich im Christlichen Seniorenheim „Viktoria Luise“gefeiert. Aber auch Bürgermeister Bert Kronenberg (parteilos) schaute am Vormittag mit einem großen Blumenstrauß und einer Glückwunschkarte vorbei, um die besten Grüße der Havelstadt zu überbringen, in der die gebürtige Mecklenburgerin seit dem Tod ihres Mannes lebt. Und sich sichtlich und hörbar wohlfühlt.

Als älteste von fünf Kindern 1921 zur Welt gekommen

Am 20. April 1921, zu Beginn der Goldenen 20er-Jahre, erblickte sie als älteste von fünf Kindern in Galenbeck in Mecklenburg das Licht der Welt. Noch heute erzählt die rüstige Seniorin immer wieder von ihren Jugenderinnerungen, als es in der Schule noch die Prügelstrafe gab. Aber auch die Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg lassen sie nicht los. Dabei blieb sie bis heute ein positiv denkender Mensch.

Sie gründete eine große Familie mit sechs Kindern

Drei Söhne und drei Mädchen brachte Elfriede Schneider zur Welt. Wie viele Enkel es mittlerweile sind? Da habe sie schon den Überblick verloren. Nur eines weiß sie ganz gewiss: Es sind mittlerweile zwölf Urenkel, die zur großen Familie gehören.

Bis ins hohe Alter engagiert

Nach dem Tod ihres Mannes entschied sich Elfriede Schneider für ein Leben im Christlichen Seniorenheim in Zehdenick, in dem auch ihre jüngste Tochter arbeitet. Dort vertritt die Senioren selbst mit 100 Jahren noch die Interessen ihrer Mitbewohnerinnen und -bewohner, sie ist die Vorsitzende des Bewohnerschaftsrates und mittlerweile auch die Alterspräsidentin, wie der Bürgermeister mit einem Augenzwinkern ergänzte.

Spielenachmittage mit ihren Freundinnen im Heim

Zu ihren Hobbys gehören gemeinsame Spielenachmittag mit ihren Freundinnen im Heim, aber auch das gemeinsame Singen mache ihr noch immer große Freude. Ansonsten nehme sie rege am Leben in der Einrichtung teil und lasse so gut wie kein Angebot aus, sagte sie. Außerdem unterhalte sie sich gerne und angeregt mit ihren Mitbewohnern, verriet Heidrun Bastian, Assistentin der Einrichtungsleitung, die die Glückwünsche der Mitarbeitenden des Seniorenheims überbrachte. Für den Träger des Hauses, die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, übermittelte Katja Möhlhenrich-Krüger als Bereichsleiterin Altenhilfe die Glückwunsch und überreichte einen großen Präsentkorb mit allerlei Naschereien. Der Nachmittag gehörte dann ganz der Familie, die zu einer kleinen Feierrunde eingeladen war, natürlich alles unter strengen Corona-Auflagen. So wird niemand ins Heim gelassen, der nicht einen negativen Corona-Test vorweisen kann, der bei Bedarf auch vor Ort durchgeführt wird.

Drei Damen gehören zum Club der 100-Jährigen

Elfriede Schneider ist eine von drei Zehdenickerinnen, die die 100 Lebensjahre erreicht, überschritten oder in diesem Jahr noch erreichen werden, verriet Kronenberg am Rande der Geburtstagsfeier.