Das Experiment ist gelungen, freut sich Hobbygärtner Lutz Klimach, als er die Mistgabel in die Erde seines Schrebergartens am Zehdenicker Darrgang rammt und ein ganzes Büschel mit Erdnüssen zutage befördert. Eigentlich wächst die nahrhafte Hülsenfrucht eher in den Tropen und Subtropen, wobei China mittlerweile als größter Produzent weltweit gilt. Doch dass sich die Erdnuss auch hierzulande kultivieren lässt, hat selbst den 60-jährigen Zehdenicker angenehm überrascht.

Unbehandelte Nüsse aus Kenia mitgebracht

Die Samen, unbehandelte Erdnüsse, fand er auf einem Markt in Kenia, als er dort im Frühjahr, noch vor dem Corona-Lockdown in Deutschland, zu Besuch bei der Verwandtschaft seiner kenianischen Ehefrau war. Kenianer lieben Erdnüsse, kaufen sie unbehandelt auf dem Markt, um sie dann selbst zu rösten oder anderweitig in der Küche zu verwenden.

Zartes Pflänzchen auf der Fensterbank

Zurück in Deutschland pflanzte er die Nüsse in einen Blumentopf und ließ sie erst einmal auf der Fensterbank keimen. Die zarten Pflänzchen setzte er später neben den Tomaten und die Paprika in das Foliengewächshaus. Ein bisschen Dünger reichte aus, um aus den Pflänzchen üppige Büsche heranzuziehen. Auf keinen Fall aber sollte man den Pflanzen zu viel Wasser geben.
Mit exotischem Obst und Gemüse kennt sich Lutz Klimach aus. In seinem Schrebergarten züchtet er nicht nur saftige Tomaten, sondern auch ein afrikanisches Gemüse, das wie Spinat schmeckt, Süßkartoffeln, Koriander und andere Gewürze, aber auch schon die eine oder andere Wassermelone konnte er in diesem Jahr ernten.

Kein Vergleich zu kalifornischen Riesennüssen

Wer selbst Erdnüsse in seinem Garten ernte wolle, sollte allerdings nicht zu große Erwartungen haben. Die Nüsse fallen eher klein aus, kein Vergleich zu den kalifornischen Riesennüssen, die man vielerorts in Supermärkten kaufen kann. Seine erste Ernte fiel auch nicht gerade üppig aus, schließlich war es ja auch nur ein erster Versuch. „Es reicht nicht, um sich satt zu essen“, sagt Klimach, der in der warmen Jahreszeit fast jede freie Minute in seinem Zehdenicker Schrebergarten verbringt. Die Pflanzen selbst seien bei ihm rund einen halben Meter hoch gewachsen und haben eine buschige Form mit einem Umfang von 30 bis 50 Zentimetern gehabt.

Lutz Klimach gibt unbehandelte Nüsse ab

Wer auch experimentierfreudig ist und gerne mal etwas Neues ausprobieren möchte, dem schenkt Lutz Klimach gerne ein Tütchen mit zehn Kernen zum Aussäen. Die ersten drei Anrufer, 03306 75628 (Montag bis Freitag von 9 bis 14 Uhr), dürfen sich ab Montag ein Tütchen in der Geschäftsstelle der Gransee-Zeitung werktags von 8 bis 12 Uhr abholen.