Es war ruhig geworden um den geplanten Solarpark in der Kiesgrube Großwoltersdorf – so ruhig, dass Bürgermeister Ingo Utesch (WG BI Wolfsruh) in einem Interview im Frühjahr schon davon sprach, das Projekt sei gestorben. Nun kommt aber offenbar wieder Bewegung in die Sache, wie aus einer Informationsvorlage der Amtsverwaltung hervorgeht.

Areal liegt im Landschaftsschutzgebiet

Bislang scheiterte der Abschluss des Verfahrens, das 2012 mit dem Aufstellungsbeschluss für den entsprechenden Bebauungsplan (B-Plan) seinen Anfang nahm, an der nicht erteilten Befreiung des zirka 44,7 Hektar großen Geltungsbereiches aus dem Landschaftsschutzgebiet „Fürstenberger Wald- und Seengebiet“ durch das Land Brandenburg. Der Vorhabenträger habe die Planung daraufhin vollständig überarbeitet und den Geltungsbereich auf nunmehr fünf Hektar verkleinert, so dass die Zuständigkeit über die Zulässigkeit im Landschaftsschutzgebiet nunmehr beim Landkreis Oberhavel liege, heißt es. Bei einer Größe von maximal fünf Hektar sei eine Befreiung für den Solarpark aus dem Landschaftsschutzgebiet, abhängig von den Planinhalten, in Aussicht gestellt worden, heißt es weiter. Statt der gesamten Kiesgrube, wie noch im dritten Entwurf des B-Plans dargestellt, umfasst das Plangebiet nun nur ein Areal in der Mitte.

Entwurf wird ausgelegt

Der neue Entwurf wird nun öffentlich ausgelegt, wie den Aushängen in den öffentlichen Schaukästen der Gemeinde zu entnehmen ist. Vom 28. September bis 28. Oktober kann der B-Plan-Entwurf in den Räumen der Amtsverwaltung eingesehen werden. Zusätzlich werden die Dokumente auf der Homepage des Amtes veröffentlicht. Die Gemeindevertreter von Großwoltersdorf hatten sich bereits im Jahr 2012 für das Projekt ausgesprochen, dann sprang ein erster Investor jedoch ab.
Abhängig von den Inhalten der im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung eingegangenen Stellungnahmen, sei die Erarbeitung einer neuen Beschlussvorlage für die Satzung des B-Plans für die Dezembersitzung möglich.