In Gransee gibt es so einige Sehenswürdigkeiten – die Marienkirche, das Ruppiner Tor, den Schinkelplatz mit dem Denkmal und die Warte zum Beispiel. Das sind aber nicht unbedingt die Orte, die für Jugendliche besonders anziehend sind. Welche sind aber die bevorzugten Plätze zum „Abhängen“ oder für andere Aktivitäten? Egal, ob für die Erholung oder das Toben – nachfolgend einige der beliebten Treffpunkte in Gransee aus Sicht eines Jugendlichen – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Treffen am Bahnhof – manchmal unverhofft und überraschend

Der Bahnhof etwa wird nicht nur genutzt, um von A nach B zu kommen, sondern er bildet wohl auch den mit Abstand meist besuchten Hotspot der Jugendlichen in Gransee. Ja, er sieht nicht besonders gut aus. Er ist mit Graffiti teilweise beschmiert, nicht selten liegt Müll dort herum. Aber das, was diesen Ort besonders macht ist, dass es ein Ort ist, an dem man viele Leute treffen kann, auch wenn man es nicht unbedingt vorhat.
Von dort aus gibt es viele Möglichkeiten, hinaus in die Welt zu kommen. Dort trifft man auch zufällig Leute, die genau das vorhaben, und man kommt ins Gespräch. Es kann zum Beispiel einen Ausflug zum Shoppen nach Berlin unternommen oder einfach nur zum Essen in die nächste Stadt gefahren werden. Dazu kommt, dass der Bahnhof zentral gut gelegen ist, um sich schnell zu treffen, da er nahe der Schulen ist.

Unterschiedliche Aktivitäten auf dem Platz der Jugend

Der Platz der Jugend ist ein guter Ort zum Entspannen oder um Spaß zu haben. Unter anderem auch wegen seiner vielen Veranstaltungen, die dort stattfinden – wenn nicht gerade Corona dem einen Strich durch die Rechnung macht. Oder man guckt sich die Graffiti anderer an der Graffitiwand an beziehungsweise greift selbst zur Sprühdose, oder spielt Tischtennis an den entsprechenden Platten nebenan.
Das, was diesen Ort zudem ausmacht, ist, dass man sich unter den Bäumen niederlassen kann. Dort vergisst so mancher den Stress des Alltags. Nebenbei lässt sich dabei auch prima dem Zwitschern der Vögel im Vogelhaus lauschen.

Aktives Team im Jugendclub „Old School“

Wer mal eine Auszeit braucht von seinen Eltern oder Geschwistern, der ist im Jugendfreizeitzentrum „Old School“ am Meseberger Weg genau richtig. Hier lässt es sich gemütlich beim Billard oder etwas aktiver beim Sport aushalten. In der Disco kann man Musik hören oder macht sie ganz einfach selbst im eigens dafür eingerichteten Musikraum.
Das Besondere an dem Club ist, dass das Team dort auch viele Abenteuer für die jungen Gäste organisiert, wie zum Beispiel Ausflüge in einen Kletterwald oder in das Berliner Dungeon. Zudem werden auch viele Projekte auf die Beine gestellt. Dazu zählte in der Vergangenheit schon ein Antimobbing-Seminar in Leipzig mit Übernachtung. Oder man zieht seine eigenen kleinen Blumen auf.

Spielplatz auch für Ältere interessant

Den Käsespielplatz an der Straße des Friedens mögen nicht nur Mäuse, sondern auch die Jugendlichen in Gransee, denn der Käsespielplatz hat eine Art Anziehungskraft, die irgendwie unwiderstehlich scheint, mit seinem vielen Spiel- und Sitzmöglichkeiten, auch wenn das Benutzen der Geräte nur bis 14 Jahre gestattet ist.
Trotzdem werden sie auch oft von Älteren genutzt, vielleicht da sie einen einfach glücklich machen und man dort seine Energie rauslassen kann. Diese werden oft genutzt, da der Spielplatz direkt neben den Schulen liegt und es in der Pause oder nach Schluss zu einer Art Sammelpunkt wird, wo man sich trifft, um zu reden oder zu planen, wie der weitere Tagesablauf aussieht.

Der Autor ist Schüler der Werner-von-Siemens-Oberschule Gransee und hat bei der Gransee-Zeitung ein zweiwöchiges Praktikum absolviert.