Weiteres Thema des Treffens war die Arbeit von ehrenamtlichen Helfern. Die Asylthematik lasse sich nicht allein mit staatlichen Institutionen lösen, so Diana Golze. Es gehöre mehr dazu als die Schaffung einer Unterbringung und die Erstversorgung. Über Sprache und Mobilität können die Geflüchteten eine Chance bekommen, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. "Das sind die Schlüssel zur Integration." Das Ehrenamt sei dabei ein wichtiger Pfeiler, den es zu stützen gilt - auch finanziell. "Die Willkommensinitiative in Gransee hat noch keinen Antrag gestellt", so Golze. "Dazu kann ich nur raten." Das Geld könne für Sprachkurse, eine Fahrradwerkstatt und Begegnungsfeste verwendet werden. Alles Dinge, die Gransee schon aufzuweisen hat und bisher alleine gestemmt hat. 50 bis 80 Menschen treffen sich regelmäßig im Hospital Global, so Ines Richter, Mitglied der Initiative. "Das sind fast alle aus der Unterkunft. Das Haus wird wirklich gut angenommen." In letzter Zeit kämen vermehrt Frauen und Kinder. Klaus Pölitz stützte die positive Stimmung. "Die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung ist sehr groß", sagte er. Auch die Flüchtlinge seien dankbar. "Sie nennen die Begegnungsstätte schon "Partyhaus'."
Bauamtsleiter Manfred Richter unterlegte die gute Arbeit der Initiative mit Zahlen. 18 000 Euro hätte das Haus die Stadt in diesem Jahr gekostet. "Doch wir haben Werte geschaffen in einem Rahmen von 35 000 bis 40 000 Euro", sagte er.
Am Ende des Runden Tisches machte die Sozialministerin Hoffnung, dass die Gesundheitskarte für Flüchtlinge bald kommen werde. In Hamburg oder Bremen gibt es sie schon.