"Ziel ist es, noch dieses Jahr mit der Realisierung zu beginnen", kündigte der zuständige Abteilungsleiter für Bauen und Planen im Amt, Nico Zehmke, an. Die Entwürfe hat das Büro Fugmann und Janotta im Auftrag der Stadt erstellt - und ganz auf die Maus gesetzt. Passende Wackelfiguren, Kletter-, Balancierelemente und Schaukeln in verschiedenen Ausführungen sind Teile des Entwurfes "Mäuse-Spielplatz".
Der soll Zehmke zufolge in verschiedene Bereiche aufgeteilt sein. Nahe der Siemens-Schule wird eine Fläche mit Rindenmulch angelegt, auf der eine große Drehscheibe und kleinere Drehpunkte Platz finden. Nördlich davon werden Trampoline und ein Streetballkorb für bis zu Zwölfjährige aufgestellt. Asphaltierte Wege verbinden die Areale miteinander und können gleichzeitig als Inliner- und Rollerstrecke fungieren.
Die Stichstraße, die heute von der Koliner Straße aus als Zufahrt zur Stadtschule genutzt wird, wird in den Spielbereich einbezogen. Dort werden künftig nur noch Rettungsfahrzeuge passieren dürfen, die Straße wird zum Fußgängerweg. Die Parkplätze in der Sackgasse und auf dem Hof fallen weg. Stattdessen lässt die Stadt 15 Stellplätze bauen, die von der tempoberuhigten Straße des Friedens aus erreichbar sind. Die nahe gelegenen Mauern und die Garagen hinter der Koliner Straße 7 werden in Kürze abgerissen, um mehr Platz für die Umsetzung des Entwurfes zu schaffen.
Der östliche Teil des Spielplatzes soll mit zwei großen Sandflächen vor allem für die bis zu Sechsjährigen geeignet sein. Integriert sind ein Wasserspielplatz nahe der Kita Zwergenland und die Kletterpyramide, die nach den Wünschen der Kinder erhalten bleiben soll.
Mit dem Ausbau des Spielplatzes werden Angebote für alle Altersgruppen geschaffen, "die auch nötig sind", sagte Karin Schröder, Abteilungsleiterin für Kita und Schule. Schröder hatte gemeinsam mit den Leiterinnen der Einrichtungen die Auswertung der Fragebögen und die Entwicklung des Konzeptes begleitet. Natürlich sind mit dem kleinen Spielplatz der Gewo und dem Bolzplatz, den das Amt übernommen hat, Aufenthaltsorte im Quartier vorhanden. Dass sie nicht ausreichen, hatte sich während verschiedener Bürgerversammlungen zum Thema Spielplatzkonzept gezeigt.
Der einzige Wunsch, der den Kindern an der Straße des Friedens nicht erfüllt wird, ist die Seilrutsche. Sie stand ganz oben auf der Liste, musste aber aus Platzgründen gestrichen werden.