Zum Jahresende 2018 betrug die Einwohnerzahl Zehdenicks damit 13 608. 566 Zuzügen standen 431 Wegzüge gegenüber, sodass es zu einem positiven Saldo reichte. Allerdings gab es erneut deutlich mehr Todesfälle als Geburten. Mit 93 neuen Erdenbürgern wurde in etwa das Niveau der Vorjahre erreicht. Auch bei den Gewerbeanmeldungen konnte Dirk Wendland als amtierender Bürgermeister der Havelstadt beim Neujahrsempfang in der Klosterscheune Positives berichten. Gegenüber dem Vorjahr gibt es 23 Gewerbeanmeldungen mehr. Ihre Zahl stieg damit auf 903. Das bedeutet allerdings nicht, dass es auch 903 Unternehmen in der Havelstadt gibt. Konkret meldeten zehn Handwerksbetriebe ihre Gewerbe neu an, außerdem sechs Händler sowie acht sonstige Gewerbetreibende. „Es gab mehr An- als Abmeldungen, das birgt Hoffnung“, sagte Wendland. Das derzeitige Verwaltungschef erinnerte an die vielen kleinen und großen Geschäftsjubiläen im vergangenen Jahr und gab einen Ausblick: 2020 feiere beispielsweise das Baugeschäft Henschel das 100-jährige Bestehen. Das Unternehmen von Peter Henschel bildet seit Jahren mit großem Erfolg aus. „Und übrigens auch die Stadtverwaltung Zehdenick, die das seit 20 Jahren tut“, ergänzte Wendland. Er erinnerte auch daran, dass die Zehdenicker Lehrstellenbörse 2018 ihr 15-jähriges Bestehen begehen konnte. 2003 wurde sie aus der Not heraus geboren, als Lehrstellen in der Region knapp waren und immer mehr Jugendliche deshalb nach Abschluss der Schule der Region den Rücken kehren mussten. Zu den Vätern der Lehrstellenbörse gehörte damals unter anderem der Realschullehrer Karl-Ernst Brehmer, aber auch Zehdenicker Unternehmer agierten sich. Heute wird die Lehrstellenbörse von der Regio Nord mit der notwendigen Professionalität organisiert. Wendland erinnerte aber auch daran, dass die Globalisierung nicht spurlos an Zehdenick vorbeigehe. Als Beispiele nannte er die Firma Trippen, die ihre Schuhe nicht nur in Tokio verkaufe, sondern seit einigen Zeit sondern auch in New York, genauer gesagt in Manhatten, wo Firmenchef Michael Oehler Ende 2017 den Schuhladen eröffnete. Und in jedem weltweit verkauften Elektro-BMW stecke mittlerweile Technik, die bei der Zehdenick Innovativen Metall- und Kunststofftechnik (ZIMK) GmbH produziert wird.