Der Sprecher der Bürgerinitiative „B 96 raus“, Gerd Palm, hat jetzt einen eindringlichen Appell an die Stadtverordneten in Fürstenberg gerichtet – vor dem Hintergrund der möglicherweise derzeit stattfindenden Entscheidung des Bundes, welche der Varianten einer Ortsumfahrung für den Bauherrn, den Bund, in Frage kommt.
Anlass für Gerd Palm ist die bevorstehende Sitzung der Stadtverordneten. Am kommenden Donnerstag wird unter Tagesordnungspunkt 6 das Thema Peetschsee beraten – voraussichtlich aber in einem anderen Zusammenhang, nämlich dem Tourismus und einer möglichen Straßeneinziehung.

„Nicht-Fürstenberger unterzeichneten mit“

Palm erklärt zum Top 6, „bitte bedenken Sie beim Punkt 6 der Tagesordnung, dass wir es erreicht haben, dass der Peetschsee durch eine Brücke über die B 96-Westumfahrung nach wie vor gut erreichbar bleiben wird“. Man möge sich bitte „durch die unverantwortlichen Forderungen nach der Ostvariante oder einem Tunnel nicht beeinflussen“, erklärt der BI-Vertreter. Von den 737 Unterschriften dafür sei mindestens ein Viertel von Nicht-Fürstenbergern. „Auf meine Nachfrage waren Nachbarn sich gar nicht bewusst, dass sie mit Ihrer Unterschrift die Verwirklichung der dringend notwendigen B 96-Ortsumgehung in Gefahr bringen“, so Gerd Palm. Wieder stamme ein großer Teil der Ablehnung der für uns einzig möglichen Westvariante wie schon um 2004 aus dem Röblinseeviertel, merkt der langjährige Aktivist in Sachen B-96-Umfahrung an. Anfang der 2000er-Jahre hatte der Bund entschieden, dass die Westumfahrung als Linienbestimmung festgelegt wird. Dennoch dauerte es bis 2017, bis das Vorhaben im Bundesverkehrswegeplan Eingang fand.