Froh waren die Verantwortlichen der Gemeinde Sonnenberg, als sie Anfang des Jahres erfuhren, dass sie beim bundesweiten Telekom-Wettbewerb „Wir jagen Funklöcher“, an dem sie teilgenommen hatten, zu den Gewinnern zählten. Ernüchterung machte sich dagegen breit, als die Monate ins Land gingen, ohne dass etwas passierte und die Lücken im Telekom-Mobilfunknetz bestehen blieben. Zuletzt drückte Bürgermeister Ralf Wöller (CDU) bei der Sitzung der Gemeindevertreter darüber seinen Unmut aus (wir berichteten).

Bestehender Funkmast wird genutzt

Nun hat die Deutsche Telekom reagiert. „Der Ortsteil Rönnebeck ist schon bald optimal mit Mobilfunk versorgt“, so Pressesprecher Georg von Wagner. Die neuen LTE-Antennen auf einen bereits bestehenden Mast am Ritterschen Weg sollen laut von Wagner noch in der ersten Jahreshälfte 2021 stehen und funken. Ein entsprechender Mietvertrag sei jetzt geschlossen worden. Das freut auch Rönnebecks Ortsvorsteher Andreas Feindura. „Unsere Einwohner sind auf ein gutes Mobilfunknetz angewiesen“, wird Feindura zitiert. Die nun sichergestellte bessere Mobilfunk-Versorgung löse eines der größten Anliegen im Ort.

Telekom wird in drei Ortsteilen aktiv

Die Gemeinde Sonnenberg hatte sich im vergangenen Jahr an der Aktion „Wir jagen Funklöcher“ beteiligt. Sie zählte zu den Gewinnern und die Telekom sagte daraufhin zu, in drei Ortsteilen für besseren Mobilfunk zu sorgen: in Baumgarten, Rauschendorf und Rönnebeck. Auch in Baumgarten und Rauschendorf sei man nicht untätig gewesen, betont Telekom-Sprecher von Wagner. Während in Rönnbeck der Mietvertrag mit dem Eigentümer des bestehenden Funkmasten unter Dach und Fach gebracht wurde, werde in Baumgarten eine Telekom-Mobilfunkanlage jetzt modernisiert. Diese soll noch in diesem Jahr in Betrieb gehen.

Neues Grundstück wurde gesucht

In Rauschendorf habe sich das zuerst von der Kommune als möglicher Maststandort vorgeschlagene Gelände als untauglich herausgestellt. Daraufhin sei gemeinsam ein neues Grundstück für das Aufstellen eines Funkmastes gesucht worden. Dieses konnte im Außenbereich des Ortsteils mittlerweile auch gefunden werden. Aufgrund seiner Lage seien aber bis zur Erteilung einer Baugenehmigung für dieses sogenannte privilegierte Bauvorhaben weitere Träger öffentlicher Belange zu hören, was noch einige Zeit in Anspruch nehmen könne. Sobald die Genehmigung seitens des Landkreises aber vorliege, wolle man keine Zeit verschwenden und werde mit dem Bau des neuen Funkmastes so bald wie möglich beginnen.

Bundesweit mehr als 530 Bewerbungen

Im vergangenen Jahr hatte die Telekom laut eigenen Angaben die Aktion Wir jagen Funklächer“ mit dem Ziel gestartet, auch abseits des Regelausbaus Funklöcher zu schließen. Aufgrund der großen Anzahl der Bewerbungen verdoppelte das Unternehmen die Anzahl der Gewinner von anfangs 50 auf 100. Im Juni gab das Unternehmen überdies bekannt, weitere 180 Bewerbungen in das Ausbauprogramm 2021/22 aufzunehmen. Insgesamt hatten sich bundesweit 539 Kommunen daran beteiligt.
Dass der namensgebende Ortsteil der Gemeinde Sonnenberg selbst nicht Teil der Aktion wurde, hatte den Grund, dass dort im Herbst 2018 bereits ein Sendemast errichtet wurde. Dieser befindet sich an der Ecke Dorfstraße/ Rauschendorfer Weg. Aufgrund der Nähe zum Spielplatz, der sich auf der anderen Seite des Rauschendorfer Weges befindet, hatte dies auch Kritik hervorgerufen. Eine Unterschriftensammlung dagegen wurde aber erst gestartet, als die Verträge bereits unterschrieben waren. Im Zuge der Funklochjagd-Aktion regte sich allerdings kein Widerstand mehr.