Echte Fans der Tour de MOZ haben dieses Jahr schon ganz Ostbrandenburg abgefahren. Die Fürstenberger Runde am Sonnabend, 21. September, ist sozusagen das Halbfinale, denn zum vorletzten Mal liegt es an den Teilnehmern, kräftig in die Pedalen zu treten.
Wie viele Freizeitsportler letztlich erscheinen, sei ungewiss, erklärt René Snoppek, der die Tour leitet. "Bei Wind und Regen hatten wir schon mal 50 Teilnehmer, bei warmem Spätsommerwetter sogar 120", berichtet der 42-Jährige. Als Mitglied im Fürstenberger Radsportverein RSV 94 fährt er gerne längere Touren – als Ausgleich zum Bürojob.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. "Viele gucken morgens aus dem Fenster und entscheiden spontan nach Wetterlage, ob sie mitfahren", sagt René Snoppek. Los geht es um 10 Uhr am Bahnhof in Fürstenberg. Ausreichend Parkplätze stehen dort zur Verfügung. Die meisten Radler sind schon etwas früher da, um sich noch ein paar letzte Tipps abzuholen und die Strecke zu besprechen. Vom Bahnhof aus geht es durch Steinhavelmühle und Steinförde. Dann durchqueren die Teilnehmer Großmenow und passieren den Ellbogensee. Dieser ist Teil der Müritz-Havel-Wasserstraße. Hinter Großmenow verlassen die Radfahrer für ein kurzes Stück das nördliche Brandenburg und erkunden einen kleinen Teil der Mecklenburgischen Kleinseenplatte.
Die Tour führt überwiegend über Nebenstraßen mit Asphalt, der allerdings nicht überall eine gute Qualität aufweist. Kurze Abschnitte sind unbefestigte Wege beziehungsweise Waldwege. Deshalb ist die Radpartie für Kinder ab etwa zehn Jahren geeignet.
Bei Strasen treffen die Müritz-Havel-Wasserstraße und die Obere Havelwasserstraße aufeinander. Zurück in Nordbrandenburg passieren die Radfahrer zunächst die Ziegelei Priepert, bevor sie einen Abstecher zur Hausbrücke in Ahrensberg machen. Dieses imposante Bauwerk eignet sich gut für einen Foto-Stopp. Zurück in Priepert startet bereits der Endspurt bis zur Mittagspause. Diese findet in Düsterförde statt. Die Betreiber der Gaststätte im Ferienpark am Wangnitzsee sind bereits auf den Tross eingestellt. René Snoppek wird die tatsächliche Teilnehmerzahl zum Startzeitpunkt an die Gaststätte melden. Serviert werden Soljanka, Bouletten, Bratwurst, Brötchen und Apfelkuchen. Bezahlen können die Teilnehmer vor Ort. Der Radsportverein spendiert für alle das erste Getränk. Die Mittagspause dauert in etwa von 13 bis 14.30 Uhr. Von dort aus geht es über Godendorf, Dabelow und Altthymen zurück nach Fürstenberg. Die Strecke ist ungefähr 50 Kilometer lang.
Da sich an der gesamten Strecke keine direkten Bahnhöfe befinden, ist das spontane Abseilen schwierig – sollten den ein oder anderen die Kräfte verlassen. Allerdings wird ein Kleintransporter als Begleitfahrzeug mitfahren, sodass auf plötzliche Vorkommnisse schnell reagiert werden kann. Für den Radsportverein ist es bereits die 25. Fontane-Tour. Die beliebte Ausfahrt ist erst vor einigen Jahren mit der Tour de MOZ verschmolzen worden. Mit dem Fontane-Jubiläumsjahr habe die Veranstaltung also nichts zu tun, erklärt Bernd Teichmann vom Radsportverein.

Strecken-Spickzettel für die Tour de MOZ


Start: Sonnabend, um 10 Uhr, am Bahnhof in Fürstenberg

Länge: cirka 50 Kilometer

Schwierigkeit: für Familien oder erfahrene Radler geeignet, mit Hügellandschaften, aber auch asphaltierten Abschnitten

Parken: am Bahnhof Fürstenberg und den dortigen Nebenstraßen

Anreise: mit dem Auto oder dem Regionalexpress RE 5 (etwa eine Stunde von Berlin aus)

Tourverlauf: Fürstenberg – Steinhavelmühle – Steinförde – Großmenow – Strasen – Ziegelei Priepert – Hausbrücke Ahrensberg – Priepert – Düsterförde – Godendorf – Dabelow – Altthymen – Fürstenberg wol