Die Stadtverwaltung Zehdenick ist der dringenden Bitte einzelner Abgeordneter nachgekommen und hat den Planungsauftrag für den Umbau des Pavillons Berliner Straße 27 zur neuen Tourist-Information doch noch in diesem Jahr ausgeschrieben. Die entsprechenden Gelder sind im Haushalt 2020 enthalten.

Realisierung des Vorhabens bis Ende 2022 geplant

Mit der Ausschreibung hat die Verwaltung auch einen ungefähren Zeitplan veröffentlicht, bis wann die nächsten Schritte eingeleitet werden sollen. Erste Ergebnisse der Planung sollen demnach schon im März 2021 vorliegen. Der Abschluss des Vorhabens ist für Dezember 2022 in Aussicht gestellt worden.

Ideen für großzügige Außenanlagen gesucht

Der bestehende Pavillon mit einer Nutzfläche von rund 131 Quadratmetern soll für die Nutzung als Touristen-Information instandgesetzt und modernisiert werden. Daneben seien Außenanlagen mit knapp 400 Quadratmetern entsprechend der beabsichtigten Nutzung neu zu gestalten und umzubauen. Die Bewerbung von projektbezogenen Arbeitsgemeinschaften, bestehend aus einem Architekten und einem Landschaftsplaner, wird seitens der Stadt Zehdenick ausdrücklich begrüßt.

Stadt erhofft sich Fördermittel für das Projekt

Es handelt sich um eine Maßnahme, für die Fördermittel aus der Neuauflage der Richtlinie für die Förderung der ländlichen Entwicklung im Rahmen von Leader eingeworben werden sollen. Wie groß das Investitionsvolumen sein wird, kann wohl erst nach einer qualifizierten Bestandsaufnahme beziffert werden. Einige Stadtverordnete waren im Vorfeld der Abstimmung, ob das Vorhaben überhaupt realisiert werden soll, äußerst skeptisch, ob der Pavillon noch erhaltenswert ist.

Kontroverse Diskussionen gingen der Entscheidung voraus

Auch die Frage, ob die Tourist-Information dort einziehen soll, wurde äußerst kontrovers diskutiert. Einige Abgeordnete halten das für einen Fehler, weil so die Stadtmitte geschwächt werde und neuer Leerstand im Rathaus entsteht, wo das Büro seit einigen Jahren untergebracht ist. Die Außendarstellung kann dort aber mit Rücksicht auf den Denkmalschutz nur sehr eingeschränkt erfolgen, am neuen Standort wäre das anders.
Außerdem plant der Fremdenverkehrsverein als Träger der Tourist-Info eine Ausweitung des Angebotes um einen Regionalladen. Auch die Flächen vor dem Pavillon sollen einbezogen werden. Ein kleines Café könnte Besucher zum Verweilen einladen, auch über eine Ladestationen für Elektrofahrräder wurde im Vorfeld nachgedacht. Die eine oder andere neue Idee könnte aber auch noch im Rahmen der Planung auf den Tisch kommen.