Alles aber viel gedämpfter, verhaltener und oft auch mit Vorsicht und Rücksichtnahme. Etwa die lange Schlange am Verkaufsstand der Fischerei von Rainer Böttcher, bei der genau auf Abstand geachtet wurde. In der Fischerei fanden sich einmal mehr hunderte Radfahrer, Wanderer und einfach Spaziergänger ein. Einige von weit her. Eine Familie aus Oldenburg zum Beispiel schwört nach eigenem Bekunden auf den Himmelfahrtstag in Neuglobsow und insbesondere die Fischerei.
Herrschaften aus Priepert, teils mit Damenbegleitung, setzten sich etwas abseits und nahmen kurz die Masken ab, um sich zuzuprosten.
Im gesamten Oberhaveler Norden waren tatsächlich hunderte Radler unterwegs, einige sportlich in voller Montur und hart in die Pedale tretend zur Selbstoptimierung, andere gemütlich den sonnigen Tag genießend, die Blicke schweifend und die Seele baumeln lassend.
Sven Matthiesen, der Marienthaler, konnte vor seiner  Gaststätte sogar Gäste hoch zu Ross begrüßen. Die Männer aus Barsdorf und Neutornow stiegen von ihren außerordentlich ruhigen Quarter-Horse-Pferden und stillten ihren Durst.
Einen Volltreffer landete der evangelische Kirchenkreis Oberes Havelland, getreu dem Credo: Leise wirkt manchmal mehr als Poltern. Im Zehdenicker Klosterhof feierten die Christen singend, musizierend und guter Laune den Himmelfahrtstag, trotz der Untersagung durch das Gesundheitsamt des Landkreises. Landesbischof Christian Stäblein stärkte ihnen den Rücken dafür – alles unter strikter Einhaltung der Abstandsregeln.