Außerordentlich gut vorbereitet waren die Kinder, die am Freitagvormittag im Waldhof Zootzen eintrafen. Rund 50 Grundschüler der Theodor-Fontane Grundschule Menz besuchten das traditionsreiche Mekka einheimischer Umweltpädagogik, das seit diesem Jahr von der Berliner Stiftung sozial-pädagogisches Institut (SPI) bewirtschaftet wird. Und alle Steppkes waren nicht nur dem feucht-kalten Wetter entsprechend bekleidet – sie hatten vorsorglich Rucksäcke mit Verpflegung bei sich.
Lehrer und Eltern freuten sich über den bevorstehenden Tag in der Natur, immerhin der letzte Schultag vor den Herbstferien. Klärchen ließ sich zwar nicht blicken, die Stimmung war dennoch bestens.
Etwa bei Elternsprecherin Anja Tutsch, die mit melancholischem Unterton bekannte, vor mehr als 30 Jahren selber als Schülerin Gast im Waldhof Zootzen gewesen zu sein. Damals habe die paradiesisch gelegene Villa samt Strand und großen Spielplätzen noch unter dem Begriff Naturschutzstation firmiert. Und zu DDR-Zeiten sei der Ort das Domizil junger Forscher und Techniker gewesen.

Staunen über den Stolpsee

Heinz Borkowski, dieser verdienstvolle Pädagoge, sei einfach eine Legende gewesen, erinnert sich Anja Tutsch, die sich zugleich freute, dass der rote Faden der Umweltpädagogik auch dank des Fördervereins, den Rafael Noster leitet, nie abriss. Erfreulich außerdem, dass es nun mit dem SPI einen neuen Betreiber gibt.
Von dessen Seite war die Bildungs- und Umweltexpertin Eva Holzheimer anwesend. Sie begrüßte herzlich die erwartungsvolle Schar der Kinder, und lockte sie zu Beginn auf einen Rundgang, um den Waldhof näher kennenzulernen. Begeisterung rief bei den Kindern zum Beispiel die Badestelle hervor: am schläfrig und windstill, ganz ohne Wellengang vor sich hin dümpelnden Stolpsee. Und dann? Dann wurde erst einmal kräftig gefrühstückt – bevor Revierförster Andreas Wörpel seine Exkursion begann.
Nach einer erneuten Stärkung bastelten die Schüler mit Naturmaterialien, und mit vielen neuen Eindrücken rollte die Schülerschar mit einem Bus von Holger Krüger zufrieden nach Hause – und in die Ferien. Die Erstklässler der Fontane-Naturparkschule übrigens waren selbstverständlich nicht untätig: Sie pflanzten, wie es längst Tradition ist, Bäume, deren Paten sie in ihren sechs Schuljahren sein werden.