Gemeinsam mit vielen engagierten Bürgern sind seit der großen Demonstration in Zehdenick mehr als 1 000 Papier-Kraniche entstanden, die nicht nur in der Vereinsgalerie der Kunstfreunde einen gut sichtbaren Platz gefunden haben. Die Kunstfreunde Zehdenick bedanken sich ganz herzlich bei vielen engagierten Bürgern, die sich an dieser kreativen Protest-Aktion gegen die Pläne zur Erdgasförderung beteiligt haben.
Erst seit wenigen Tagen sind die Kraniche auch Teil der Schaufensterdekoration im Augenoptiker-Geschäft Klöter an der Berliner Straße geworden. Inhaberin Jutta Humburg war es wichtig, so einen Beitrag zum Umweltschutz in der Region zu leisten. Und das Gasbohren in der Region zu verhindern, sei ein wichtiges Zeichen zum Schutz der Umwelt. Angesichts der schädlichen Emissionen, die durch das Verbrennen fossiler Energieträger verursacht werden, frage man sich ohnehin, welche positiven Aspekte es für das Gasbohren in der Region überhaupt noch geben sollte. Der Nutzen für Zehdenick sei jedenfalls äußerst gering, die Risiken hingegen würden klar überwiegen. Das Bewusstsein für das Thema Umweltschutz sei auch durch Aktionen wie diese bei vielen Leuten gestiegen, ist die Augenoptikermeisterin überzeugt.
"Mal sehen, ob es was gebracht hat", ist auch der Vorsitzenden der Kunstfreunde Zehdenick, Petra Schier, noch nicht klar, wie es nun weitergehen wird mit der Suche und der Förderung von Erdgas in der Region. "Da gibt es viel Skepsis. Wir müssen jetzt gucken, wie sich die Sache entscheiden und wie sich die Firma Jasper Resources erklären wird."
Mit der Kranich-Aktion haben die Kunstfreunde Zehdenick aber auf jeden Fall ein positives Zeichen gesetzt. Immerhin 19 Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister schlossen sich der Aktion an und stellten die Kraniche in ihren Schaufenster aus, um so deutlich zum Ausdruck zu bringen, dass auch sie die Erdgasförderung ablehnen, erläuterte die Vereinschefin.