Wie Zehdenicks Bürgermeister Bert Kronenberg (parteilos) kürzlich informierte, ist es aufmerksamen Zeugen gelungen, Tatverdächtige von der Polizei überführen und dingfest zu machen, die ihrer Zerstörungswut am Havelsportplatz freien Lauf ließen.
„Dank eines entschiedenen Auftretens des SV 1920 konnten nunmehr erstmals Tatverdächtige ermittelt werden, die augenscheinlich alkoholisiert auf dem Sportplatz randaliert haben“, informiert Bert Kronenberg. Die Stadt habe Anzeige wegen Hausfriedensbruch erstattet und werde ihre rechtlichen Möglichkeiten nutzen. „Erschreckend ist, dass es sich bei den Tatverdächtigen um sehr junge Personen handelt“, heißt es in einer Mitteilung des Bürgermeisters.

Waffenfund auf Sportplatz

In der Ferienzeit habe der Vandalismus im Bereich des Havelweges und des Sportplatzes erneut zugenommen, beklagt das Stadtoberhaupt. Vor allem aber: „Mit dem Fund einer Hieb- und Stichwaffe auf dem Sportplatz ist eine neue Dimension erreicht. Das ist eine sehr besorgniserregende Entwicklung, die ich aufs Schärfte verurteile und die wir nicht hinnehmen dürfen“, betont Bert Kronenberg.
Nicht auszudenken, was mit einer solchen Waffe passieren kann, merkt er an. Das auch an anderen Orten in der Stadt erreichte Ausmaß an Gewalt erfülle ihn mit größter Sorge. „Verrohung und Gewalt dürfen in unserem Gemeinwesen keinen Platz haben.“ Zusammen mit dem Ordnungsamt, der Polizei und anderen Verantwortlichen werden man nach Möglichkeiten suchen, „wie wir dieser Entwicklung entschiedener als bisher begegnen können“.

Prävention im öffentlichen Raum


– Längst hat auch das Land Brandenburg die Bedeutung erkannt, der im öffentlichen Raum der Vorbeugung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten zukommt.

– Die Zusammenarbeit öffentlicher und privater Einrichtungen wie sie im Landespräventionsrat funktioniert, bedeutet laut Landesregierung neben der eigentlichen, kriminalpräventiven Arbeit auch eine Stärkung der Zivilgesellschaft.

– „Präventionspolitik gehört zu den Kernaufgaben des freiheitlichen Gemeinwesens der Bundesrepublik Deutschland und ihrer Länder“, heißt es dazu vom Landespräventionsrat. Das bedeutet, dass aufgeklärte und informierte Bürgerinnen und Bürger in die Lage versetzt werden, Verantwortung für die Entwicklung ihres Umfelds zu übernehmen.

– Kay Kasüschke ist der Landespräventionsbeauftragte. Er betont: „Kriminalprävention ist eine wichtige, gesamtgesellschaftliche Aufgabe!“