Dirk Stolpe, Stadtbrandmeister in Fürstenberg und Einsatzleiter vor Ort, bestätigt am Montag diese Einschätzung. "Das war genauso wie bei dem Unfall im Frühsommer, als an der selben Stelle ein Lkw ausbrannte", erinnert er sich. Die Feuerwehr verfüge zwar über ein stabiles eigenes Netz, aber auch damals mussten die Leute, die Hilfe holen wollten, hunderte Meter weit laufen, um mit dem Handy telefonieren zu können. Viele Kameraden seien der Meinung, egal  ob es sich um 4G oder um 5G handele: "Wir werden hier total vernachlässigt bei dem Ausbau."
Claudia Lippert, Sprecherin des brandenburgischen Wirtschaftsministeriums, verwies auf das jüngste Programm des Landes. Damit die weißen Flecken beseitigt werden können, habe noch die alte Landesregierung ein Programm vorbereitet. Dieses befinde sich derzeit im Genehmigungsverfahren bei der Europäischen Union. Der neue Sprecher der CDU-Landtagsfraktion in Potsdam, Martin Burmeister, sagte: "Für die neue Landesregierung wird der massive Ausbau von Funkmasten und des Glasfasernetzes von sehr großer Bedeutung sein."
Zweifel meldete der Fürstenberger Politiker Philipp Berg (Fraktion Vielfalt) an. Gefühlt seit 15 Jahren höre man so etwas vom Land. Fürstenbergs Stadtrat sollte eine eigene Forderung aufmachen, um politischen Druck zu erzeugen. Bürgermeister Robert Philipp (parteilos) zeigte Verständnis für die Empörung. Die B 96 sei eine wichtige Verkehrsader. Die Funklöcher dort sollten beseitigt werden, aber dies sei vor allem eine Sache der Netzbetreiber.