Doch die amtierenden Europameister, die leicht personell verändert und verstärkt durch einige Neulinge Anfang März das begehrte Ticket für das Finale lösten, müssen noch bangen.
Eigentlich sollten die "RoboCup German Open" vom 24. bis 26. April in Magdeburg stattfinden. Die Stadt, die auch als Veranstalter des Cups auftritt, hatte aber wegen der Corona-Virus-Epidemie bereits im März bis auf weiteres Großveranstaltungen mit mehr als 1 000 Teilnehmern untersagt. Der geplante Umfang der RoboCup-German Open 2020 fiel unter diese Regelung, daher sollte die Veranstaltung nicht wie geplant stattfinden, aber zunächst auch nicht komplett abgesagt werden. So war vorgesehen, dass der Veranstaltungsteil RoboCup Junior – in dieser Kategorie gehen auch die Granseer an den Start – wegen der Weltmeisterschafts-Qualifikation, um die es dabei auch geht, die höchste Priorität haben und wie geplant ausgetragen werden soll, die Fortgeschrittenen-Wettbewerbe sowie eine Begleitausstellung aber abgesagt werden.
Doch das Eindampfen der Veranstaltung auf lediglich das RoboCup-Junior-Finale war aufgrund der aktuellen Entwicklung der Corona-Virus-Pandemie auch nicht mehr möglich. "Wir loten aktuell eine Verschiebung der Veranstaltung in den Herbst 2020 aus", heißt es nun seitens der Veranstalter. Anvisiert ist ein Wochenende im September. Die Auswirkungen auf die EM- und WM-Qualifikation sind noch offen, da der Terminplan dieser beiden Veranstaltungen coronabedingt auch durcheinandergeraten ist. Sie sollten im Mai (EM in Portugal) beziehungsweise Juni (WM im Frankreich) stattfinden.
In hunderten Stunden theoretischer und praktischer Arbeit, in der Schule, zu Hause und im Fürstenberger Verstehbahnhof hatte das Granseer Team einen Roboter entworfen, gebaut und programmiert, der "Nummer 5" aus dem gleichnamigen Film nachempfunden ist. Im Verstehbahnhof konnten unter anderem Lasercutter und 3D-Drucker genutzt werden. Die Basis für das Innenleben stellen vier Raspberry-Computer mit je vier Prozessorkernen à 1,5 Gigahertz dar. "Nummer 5" kann zwischen verschiedenen Bildern unterscheiden, sich bewegen und auch mit diversen Lichteffekten glänzen. Auch reagiert der Roboter auf Fragen. Es kommt beim Wettbewerb für das Team aber auch darauf an, alles ansprechend zu präsentieren und Fragen einer fachkundigen Jury zu beantworten.