Um für alle Eventualität besser gewappnet zu sein, streben das Amt Gransee und Gemeinden sowie die Stadt Zehdenick eine engere Zusammenarbeit ihrer Standesämter an. Es soll eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung über die gegenseitige Bestellung von Standesbeamtinnen geschlossen werden.

Rita Franke und Merve Beuth kümmern sich

So soll das Amt Gransee und Gemeinden die Standesbeamtin der Stadt Zehdenick, Rita Franke, zur Standesbeamtin des Standesamtsbezirkes Gransee und Gemeinden berufen. Umgekehrt wird die Standesbeamtin vom Amt Gransee und Gemeinden, Merve Beuth, in dieser Funktion für den Standesamtsbereich der Stadt Zehdenick bestellt. So sieht es der Vorschlag der Stadtverwaltung Zehdenick vor, dem die Stadtverordneten bei ihrer Sitzung am 26. November zustimmen sollen.
Damit soll Vorsorge getroffen werden für den Fall, dass etwa krankheitsbedingt eine Vertretung durch Personal des jeweiligen Amtes beziehungsweise der Stadt organisatorisch nicht möglich ist, denn der Einsatz einer Standesbeamtin im jeweiligen Standesamtsbezirk ist zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes zwingend erforderlich.

Eheschließungen bleiben die absolute Ausnahme

Allerdings: Es ist fraglich, ob das eines der großen Probleme des Zehdenicker Standesamtes löst. Zwischen Mai und September gibt es so nur wenige Termine für Eheschließungen, meist ist die Nachfrage größer ist als das Angebot an freien Termin. In dem Vortrag, der jetzt geschlossen werden soll, wird darauf hingewiesen, dass eine Abordnung der Standesbeamten nur in absoluten Notfällen erfolgen soll.

Stege und Kronenberg haben sich auf Zusammenarbeit verständigt

In einem gemeinsamen Gespräch am 2. November verständigten sich Amtsdirektor Frank Stege und Bürgermeister Bert Kronenberg (parteilos) darüber, „dass Trauungen an den jeweiligen Standorten eine absolute Ausnahme darstellen sollen und es vielmehr um die Beurkundung von Sterbefällen gehen soll“. Allerdings könnte ein solcher Notfall auch eintreten, wenn die Zehdenicker Standesbeamten kurz vor einer Eheschließung ausfallen. „Bei der Planung der Termine muss auch berücksichtigt werden, dass die geplanten Eheschließungen auch dann durchzuführen sind, wenn ein Standesbeamter ausfällt. Es müssen zu jedem Termin beide Standesbeamte der Stadt dienstbereit sein“, gab Kronenberg schon im Spätsommer zu bedenken, als sich die Klagen von Gastronomen über zu wenige freie Termine an den Wochenenden häuften.
Neben Rita Franke arbeitet zurzeit noch Rainer Lehmann als Standesbeamter in der Zehdenicker Verwaltung. Rechnerisch kommt das Standesamt der Havelstadt auf 1,4 Stellen.

Rund 65 Trauungen in diesem Jahr


Im Jahr 2020 werden in Zehdenick voraussichtlich etwa 65 Ehen geschlossen, obwohl viele Paare die Hochzeit aufgrund der Corona-Situation abgesagt oder auf das kommende Jahr verschoben haben.

Paare können nicht nur im Rathaus den Bund fürs Leben schließen, sondern auch im Havelschloss, in der Klosterscheune oder im Ziegeleipark Mildenberg.

Die Hochzeits-Location Mildenberg war auch in diesem Jahr wieder bei Brautpaaren beliebt.17 Mal wurde sich im historischen Ambiente das Ja-Wort gegeben. Sechs Hochzeiten wurden coranabedingt auf das Jahr 2021 umgebucht. Fünf Paare haben aufgrund der Einschränkungen ihre Buchungen storniert. red