"Das war diesmal mehr als nur ein Sportereignis, es war ein wahres Volksfest. Und Evelyn Schroeter hat das wieder ganz professionell geleitet. Hut ab vor dieser Leistung", brachte "Schwester" Jürgen Bergemann, der schon seit Jahren als Sanitäter vor Ort ist, die Erlebnisse der drei tollen Tage auf den Punkt.
Denn der Sonnabend stand ganz im Zeichen eines Familien-Ausflugs. Rund 120 Kinder tummelten sich beim Handballspielen auf den vier Feldern, Eltern, Großeltern, Geschwister waren mit dabei. "Damit haben wir einen völlig neuen Akzent gesetzt", meinte die 29-jährige Evelyn Schroeter, die in Unterföhring (Bayern) bei Sky in der Online-Redaktion arbeitet, und zum zweiten Mal bei der Vorbereitung und Durchführung den Hut aufhatte. Und die am Donnerstagabend noch einmal dem kompletten Spielplan bei den Frauen ändern musste, weil der SC Charlottenburg kurzfristig absagte.
Trotzdem lief alles wie am Schnürchen. Denn in erster Linie ging es um Sieger, Platzierungen und Pokal-Gewinner. Die standen am Sonntag kurz vor 15Uhr fest. Im ersten Finale setzte sich bei den Frauen der Witterung entsprechend das Team Sommermix mit 9:4 gegen die Spielvereinigung Altenerding aus Bayern durch. Sommermix war wirklich eine bunt zusammen gemischte Mannschaft, die in dieser Formation erstmals miteinander spielte. Anne Rückforth vom SV 1949 Eichstädt hatte ihre "Beziehungen spielen lassen" und es fanden sich drei Spielerinnen vom Finowfurter SV, zwei A-Juniorinen der Füchse Berlin, eine Frau und eine B-Juniorinen des SVEichstädt und eine Frauenspielerin und sogar ein D-Mädchen des Oranienburger HC zu einem Team zusammen. Der Trainer hieß laut Aufschrift auf dem Rücken diesmal "Aufpasser", es war Lutz Wollgast vom Finowfurter SV.
Diese Mixtur war nicht das einzig Auffällige beim Sieger des Frauen-Turniers. Denn mit der zwölfjährigen Julia Glorius hatte der Sommermix auch die jüngste Teilnehmerin am Start. Sie spielt bei den D-Juniorinnen des Oranienburger HC, die zuletzt Platz drei in der Meisterschaft belegt hatten. Und sie wird dort von Anne Rückforth trainiert. "Anne hat mich gefragt, ob ich nach Liebenwalde mitfahren möchte, und da habe ich zugesagt", erzählte die Veltenerin, die bei zwei Partien durchspielen durfte und gegen Liebenwalde auch ihr Tor warf. "Ich war noch nie hier gewesen, es hat Riesenspaß gemacht. Wenn man mich im nächsten Jahr wieder fragt, würde ich wieder mitkommen", sagte Julia Glorius, die dann bei der Siegerehrung auch den Pokal für ihre Mannschaft in Empfang nehmen durfte.
Den dritten Platz belegte der Gastgeber TSG Liebenwalde, der im "kleinen Finale" die Panthers Berlin mit 7:3 besiegen konnte.
Bei den Männern setzte sich diesmal der Vorjahres-Zweite Grünheider SV durch. Im Finale gelang der Mannschaft ein12:6-Erfolg gegen die ebenfalls bunt gemischte Truppe von "Dynamo Dosenbier". Die erste Mannschaft der TSG Liebenwalde landete auf Rang sieben.
"Das war ein tolles Ereignis. Mein Dank geht besonders an Mareyke Obst, Stefanie Kräuter und Uschi Oberländer von der TSG, die hier beim Kampfgericht, bei der Versorgung, beim Aufbau und abends als Baarkeeper pausenlos unterwegs waren. Nun blicken wir schon wieder voraus. Vom 17. bis 19. Juni soll im nächsten Jahr dann unsere Jubiläumsveranstaltung steigen", meinte Evelyn Schroeter.