Es rüttelt und scheppert zurzeit kräftig im Umfeld der Schleuse Steinhavelmühle. Bauarbeiter der Firma Mette Wasserbau sind derzeit damit beschäftigt, Spundwandbohlen im Bereich der sanierungsbedürftigen Staustufe fachgerecht zu gründen.
Die rege Betriebsamkeit dürfte vor allem Wassersportler, zumal Freizeitkapitäne freuen. Unabhängig von der Corona-Pandemie ist der Bund als Bauherr bemüht, die Termine einzuhalten. Zwar dauert das Mammutprojekt noch einige Jahre – Zeit zu verschenken haben die Mitarbeiter des Wasserstraßen-Neubauamtes (WNA) und der bauausführenden Firmen keineswegs.

Ende der Bauarbeiten voraussichtlich im April 2021

Der zweite Bauabschnitt soll unbedingt bis zum Beginn der nächsten Wassersportsaison Ende April 2021 abgeschlossen sein. Und ob ihnen das Wetter im Winter gnädig ist, bleibt abzuwarten. Außerdem hallt den Entscheidungsträgern noch der öffentliche Ärger um die Schleuse Zaaren in den Ohren, deren Sanierung sich vor mehr als einem Jahr enorm verzögerte, wobei sich bei der nun fertiggestellten Schleuse herausstellte, dass die Halbautomatik nicht funktioniert, weil eine notwendige Datenleitung nicht vorhanden ist.
Für die Ausführung umfangreicher Rammarbeiten in den Vorhäfen war die Schleuse Steinhavelmühle generalstabsmäßig seit dem 26. Oktober für den Schiffsverkehr gesperrt. Der Leiter des WNA, Rolf Dietrich, erklärte jetzt auf Nachfrage: „Nach Beräumung der Rammtrasse haben am 4. November die eigentlichen Bauarbeiten zum Einbringen der Stahlspundbohlen begonnen.“

Polier Carsten Kotz überwacht Rammarbeiten

Mit dabei ist ein den Fürstenbergern guter Bekannter: der Zehdenicker Polier Carsten Kotz. Er war bereits als Bauleiter bei der vor mehr als zehn Jahren vorgenommenen Sanierung der damals maroden Schleuse in Fürstenberg beteiligt. Das Projekt war planmäßig erledigt worden.
Der Zehdenicker Polier, der für das Bauunternehmen Mette Wasserbau GmbH & Co. KG, die Verantwortung für die fachgerechte Ausführung der Arbeiten übernommen hat, überwacht derzeit unter anderem die Rammarbeiten. Dass dabei nicht wenig Hindernisse im Baugrund festgestellt wurden, die allesamt beseitigt werden mussten, liegt auf der Hand. Wobei die Experten von Mette Wasserbau die Stahlspundbohlen für das Herstellen der neuen Wartestelle bereits fein säuberlich im Unteren Vorhafen ausgelegt haben.

25 Millionen Euro für die Anlagen an der Staustufe

Mit anderen Worten: „Die Bauausführung im Baulos 2 des Bauvorhabens hat damit planmäßig begonnen“, freut sich der Behördenleiter. Mit einem Investitionsvolumen von 25 Millionen Euro ersetzt das Wasserstraßen-Neubauamt seit November 2019 sämtliche wasserbaulichen Anlagen an der Staustufe Steinhavelmühle bei Fürstenberg (Obere Havel-Wasserstraße km 64,3). Der erste Bauabschnitt im vergangenen Winter war für die Schaffung von Baufreiheit und einer stabilen Zufahrt reserviert. Stets von einer ökologischen Bauüberwachung begleitet. Verbaut wurde seinerzeit eine Summe von 1,5 Millionen Euro. Das Wichtigste dürfte auch zukünftig für die Freizeitkapitäne aber sein: Im gesamten Bauzeitraum soll die Schleuse während der Tourismussaison geöffnet bleiben. Das versichert die Bundesbehörde.