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Tausende beim Fest im Krämer Forst

 Höfgen
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Ingmar Höfgen / 29.04.2012, 21:33 Uhr - Aktualisiert 30.04.2012, 11:01
Neu-Vehlefanz (MZV) Beim zehnten Krämerwaldfest schauten am Sonnabend nach Angaben des Veranstalters 3000 zahlende Besucher in der Waldbegegnungsstätte in Neu-Vehlefanz vorbei.

Dakota wurde unruhig. So viele Menschen, und nun wollte der Hufschmied dem Warmblut auch noch ein Hufeisen verpassen. Karsten Hengmith raspelte die Hornhaut, hinten hielt sein Sohn Chris Norman Hengmith das Bein fest. Besitzer Wolfgang Kersten stand an Dakotas Kopf. Dennoch setzte sich das Pferd immer wieder durch. Karsten Hengmith musste die Raspel absetzen. Um den sehr kleinen Stand hatte sich schnell eine Traube gebildet. „Das ist, wie wenn wir dir die Nägel schneiden“, sagte eine Großmutter zum Enkelsohn. Und alle schauten dabei zu.

Zum ersten Mal war der Kremmener, der seit 2008 selbständiger Hufschmied ist, beim Krämerwaldfest dabei. Sein Sohn, 19, will später in seine Fußstapfen treten. Damit es etwas zu tun und zu sehen gab, brachten einige Reiter ihre Pferde zum Beschlagen vorbei. Wie eben Wolfgang Kersten, der aus Perwenitz durch den Wald geritten kam. Ganz lieb sei die 21-jährige Stute, sagte er. Den Hengmiths stand der Schweiß auf der Stirn.

Das ging auch vielen Gästen so, die am Sonnabend schon früh nach Neu-Vehlefanz geströmt waren. Schattige Plätze, ob unter Sonnenschirmen oder im Wald, waren ebenso begehrt wie kühle Getränke und Eis. Auf dem Angebot für heißen Met etwa prangte bald das Schild „Heute nicht“. Der recht plötzliche Temperaturanstieg um 15 Grad Celsius setzte auch dem Kreislauf einer älteren Dame zu, für die sicherheitshalber der Krankenwagen gerufen wurde.

Ansonsten lief beim Jubiläumsfest dank der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer alles in den gewohnten, eingespielten Bahnen. Der Veranstalter hatte mit dem Bühnenprogramm ein glückliches Händchen bewiesen. Nicht nur von den Live-Fire-Dancers, dem Chor „Vehlefanzer Amseln“ und der Musikschule Allegro sprang der Funke schon am Vormittag schnell auf die voll besetzten Zuschauerbänke über. Beim Bühnenprogramm von „Ulf und Zwulf“ tummelten sich am Nachmittag viele Kinder auf der Bühne. Auch etwas fernab, beim Auqa Zorbing, dem Laufen auf Wasser in luftgefüllten durchsichtigen Plastikkugeln, war immer was los. Die begehrte gelbe Postkutsche drehte Runde um Runde durch den Wald.

Zufrieden war auch Kerstin Rosen vom Verein Krämer Forst, die viele bekannte Gesichter der vergangenen Jahre wiedergesehen hatte. 3000 Besucher hätten den einen Eintritts-Euro gezahlt, so Rosen, dazu kamen noch viele Kinder, die umsonst hereinkamen, wenn sie unter einem Meter groß waren. An 64 Ständen gab es etwas zu entdecken und zu kaufen. Die erstmals durchgeführte Holzauktion habe 200 Euro für 3,5 Raummeter Eichenholz ergeben – der Erlös kommt der Waldschule in Briese zugute. Nur am Ende ruckelte der Zeitplan etwas. Als Denis Wils nach einstündiger Verspätung mit der Live-Musik startete, hatte es viele wohl schon an den heimischen Grill gezogen.

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