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In die Wehr wird weiter investiert

Dieses junge Mädchen kann stolz auf das Geleistete sein: Lena Holtenmayer erhielt eine kleine Auszeichnung als Gewinnerin des Motivationswettbewerbs, neben ihr Jugendwart Ronny Strahl und Ortswehrführer Ulrich Käpernick (rechts)Fotos (3): Marco Winkler
Dieses junge Mädchen kann stolz auf das Geleistete sein: Lena Holtenmayer erhielt eine kleine Auszeichnung als Gewinnerin des Motivationswettbewerbs, neben ihr Jugendwart Ronny Strahl und Ortswehrführer Ulrich Käpernick (rechts)Fotos (3): Marco Winkler © Foto: Marco Winkler
Marco Winkler / 29.01.2013, 14:33 Uhr
Blumenow (MZV) Es ist nicht immer ein Zuckerschlecken, die ehrenamtliche Arbeit für die Feuerwehr. Dass die Blumenower Wehr dennoch auf ein erfolgreiches Jahr 2012 zurückblicken kann, findet seine Ursache wohl im Optimismus der Kameraden und ihrem guten technischen Stand.

Mit der Personalstärke ist alles in Ordnung, meinte Löschgruppenführer Ulrich Käpernick am Sonnabend während der Jahreshauptversammlung - 17 aktive Kameraden, fünf in der Alters- und Ehrenabteilung, sechs in der Jugendwehr.

2012 konnten drei neue Kameraden gewonnen werden, einer wechselte in den Zehdenicker Löschzug, steht den Blumenowern aber immer zur Verfügung.

Auch wenn die Einsatzzahl von 18 auf 13 im letzten Jahr gesunken ist, was bleibt, sind die vielen Einsatzabbrüche, die die Wehr zu verzeichnen hat. Seinen Unmut darüber merkte man Käpernick durchaus an. Oft komme die Wehr zu spät, sei der Großteil der Arbeit von anderen Löschzügen schon erledigt.

Kurios - der auf ein Hausboot gefallene Baum auf dem Wentowsee. Es war an einem Sonntagabend, die Kameraden hatten zwei Stunden lang überall "rumgedoktert", sind dann unverrichteter Arbeit abgezogen. Denn der Hausbootbesitzer war nicht auffindbar. Das Boot mit dem Baum stehe heute noch so dort, so Käpernick.

Es sind die Einsätze ohne Einsatz, die Fahrten hin und zurück (meist nach Fürstenberg), die leicht sauer aufstoßen. Die Einsatzbereitschaft der Männer und Frauen kam mit einem "geht so bis gut" davon. Krankheit und Schichtdienst stehen der optimalen Bereitschaft oft im Weg.

"Die Teilnahme am Dienst könnte besser sein", sagte Käpernick. "Aber ich bin zufrieden", schiebt er nach.

Die Löschwasserversorgung ist auch ein wunder Punkt. Alle Gebiete um Blumenow herum sind versorgt, haben eine Anschluss, ein öffentliches Gewässer - nur Blumenow nicht. Worüber sich Käpernick und seine Mannen freuten: der von der Stadt Fürstenberg gestellte Führerschein für ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser (TWF-W). "Wieder einer mehr", so der Löschgruppenführer. Drei solcher Fahrscheine finanzierte Fürstenberg im vergangenen Jahr, berichtete Fürstenbergs Stadtbrandmeister Dirk Stolpe. Einen für Blumenow, zwei für Himmelpfort.

Bei gesellschaftlichen Anlässen ist die Wehr natürlich immens vertreten: Knutfest, Osterfeuer, Kita-Fest, 120 Jahre Feuerwehr Fürstenberg. Für die 96-Stunden-Aktion des RBB fürs Tierheim Tornow bauten die Kameraden einen Hundezwinger.

Jugendwart Ronny Strahl zeigte sich mit seinen Kindern zufrieden. Vier Mädchen und zwei Jungs engagierten sich aktuell. Über mehr Jungs würde er sich freuen. "Nichts gegen Mädchen, aber ein paar Jungs mehr wären gut", meinte er.

Auf ihrem Programm stand 2012 der Löschangriff nass anlässlich der 120-Jahrfeier der Fürstenberger Wehr, der 24-Stunden-Dienst im Oktober, feuerwehrtechnischer Unterricht sowie eine Schrottsammlung, um die finanziellen Mittel zu erweitern. Lena Holtemayer gewann außerdem den hauseigenen Motivationswettbewerb.

Ortsvorsteher Eberhard Otto hält die Wehr für unverzichtbar. "Ohne euch gäbe es kein gesellschaftliches Leben mehr", sagte er. Ohne Wehr und ohne Kita "kann man den Laden schließen".

Fürstenbergs Bürgermeister Robert Philipp zeigte sich optimistisch und sah die Feuerwehr als wesentlichen und unverzichtbaren Bestandteil des Gemeinwesens. "Zukünftig soll an der Feuerwehr nicht gespart werden. Wer da spart, spart am falschen Fleck."

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