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Tag der offenen Tür der Fahrschule Hatzius

Erhard Herrmann / 14.04.2013, 18:35 Uhr
Golzow (MZV) Die Gültigkeitsdauer neu ausgestellter Führerscheine ist ab diesem Jahr befristet- sie beträgt nun 15 Jahre. Danach muss ein neuer Führerschein ausgestellt werden. Was genau heißt das aber konkret für die, die noch den rosa-farbenen, den grauen Lappen oder auch noch die alten DDR-Führerscheine besitzen?

Jeder Autofahrer ist doch schon durch den Erwerb des Führerscheins gezwungen auf dem Laufenden zu bleiben, sich über Neuigkeiten zu informieren, wenn er am Straßenverkehr teilnimmt. "Eine Pflichtschulung ist vom Gesetzgeber noch nicht vorgeschrieben. Unwissenheit schütz aber vor Strafe nicht", warnt Marco Tabbert von der Fahrschule Hatzius. Auch deshalb stieß der Tag der offenen Tür in seiner Golzower Fahrschule auf reges Interesse. Nicht nur ehemalige Fahrschüler, auch viele "alte Hasen" informierten sich über die neuen Regelungen im Straßenverkehr. Zudem nutzten die Motorradfahrer den eigens aufgestellten Hindernisparcour, ihr Fahrgefühl nach den langen Wintermonaten wieder aufzufrischen. Sehr beliebt waren auch die Energiesparkurse, in denen die Teilnehmer Tricks erlernten, Kraftstoff - also bares Geld - zu sparen. "Viele neue Regelungen der StVO 2013 sind durchaus sinnvoll und festigen die etwas schwammigen Auslegungen. Andere schonen bei Beachtung den Geldbeutel", erläuterte der Fahrlehrer.

So wurde auch die Winterreifenpflicht konkretisiert. Seit dem 1. April darf bei Schnee und Eis nur noch mit M+S-Reifen nach EU-Richtlinien gefahren werden. Für das Parken ohne Parkschein oder -scheibe gibt es künftig einen Strafzettel von mindestens 10 Euro. Auch andere Verfehlungen beim Parken werden jeweils 5 Euro teurer. Ebenfalls verdoppelt hat sich das Bußgeld beim Fahren ohne Licht in der Dunkelheit - und dazu zählen auch Scheinwerfer, die zwar eingeschaltet, aber zu verdreckt oder vom Schnee verdeckt sind. Hierfür werden 20 Euro fällig. Für Krafträder gilt die Lichtpflicht: Sie müssen künftig auch am Tage mit Abblendlicht oder auch mit Tagfahrlicht gefahren werden.

Mit der neuen StVO fahren zudem Inline-Skater nicht länger in der Grauzone. Inliner sind keine Fahrzeuge - somit ist es ihnen auch nicht gestattet, Fahrbahnen oder Radwege zu benutzen. Sind Radwege, Fahrbahnen oder Seitenstreifen nicht durch ein Zusatzzeichen markiert, dürfen Inliner nur auf dem Gehweg fahren. Geschlechtsneutrale Formulierungen sind bei den neuen Gesetzgebungsverfahren vorgeschrieben. Künftig heißt es nicht mehr in männlicher Form "Fußgänger", sondern in neutraler Form "zu Fuß Gehende"; auch heißt es nicht mehr "Fahrzeugführer", sondern "Fahrzeugführende". Aus "Radfahrern" werden "Rad Fahrende", statt "Verkehrsteilnehmer" heißt es "wer am Verkehr teilnimmt".

Diese Marginalien sind sicherlich für die Formulierung in der Gesetzgebung wichtig. "Aber für die am Verkehr teilnehmenden ist es sicherlich wichtiger zu wissen, dass ihre alten Führerscheine weiter - und zwar bis zum 19. Januar 2033 - gelten. Nur im Ausland kann es Probleme geben. Die Investition von 43 Euro für den EU-Führerschein ist in diesem Fall durchaus sinnvoll", rät Marco Tabbert am Ende eines informativen und ereignisreichen Tages.

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