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Mit 350 000 Euro zur schicken Kirche

Ganz schön groß: Die Atmosphäre beim Benefiz-Markt in Buskow war am Sonntag entspannt. Einer der Hingucker waren die riesigen Seifenblasen, die über das Festgeschehen schwebten
Ganz schön groß: Die Atmosphäre beim Benefiz-Markt in Buskow war am Sonntag entspannt. Einer der Hingucker waren die riesigen Seifenblasen, die über das Festgeschehen schwebten © Foto: MZV/Bandoly
Inez Bandoly / 28.07.2013, 18:17 Uhr
Buskow (MZV) Ein Benefiz-Trödelmarkt zu Gunsten der Buskower Kirche fand am Sonntag auf der Wiese rund um das Gotteshaus statt. Die Veranstaltung wurde von Mitgliedern des Arbeitskreises Buskower Kirche, der Kirchengemeinde sowie Einwohnern organisiert.

Zuvor gab es einen Gottesdienst mit Pfarrerin Rose Möllhoff-Mylius. Ortsvorsteherin Beate Müller freute sich über ein volles Haus und die Spenden der gut 50 Besucher.

Die Buskower Kirche ist eine der ältesten Dorfkirchen im Ruppiner Land. Als markantes Zeichen des Ortes thront das Gebäude aus dem 13. Jahrhundert bescheiden auf dem leicht erhöhten Dorfanger. Der rechteckige frühgotische Feldsteinbau trägt einen Dachturm aus Ziegelmauerwerk mit achteckigem Spitzhelm und steht heute unter Denkmalschutz.

Seit mehr als 800 Jahren überragt die Dorfkirche als markantes Zeichen die Landschaft. Jedoch der Schein der Unversehrtheit trügt. Das Gotteshaus ist seit Jahren dringend sanierungsbedürftig, der Turm gesperrt. Um Gottesdienste und andere Feste abhalten zu können, haben die Bewohner des Ortes in den vergangenen Jahren das Kirchenschiff innen wieder hergerichtet. Jetzt dürfen sie sich freuen, denn ab 2014 beginnt die Sanierung der Kirche mit Fördermitteln aus dem Staatskirchenvertrag. Allein die Restaurierung des Kirchturms wird rund 200 000 Euro kosten. Weitere 150 000 kostet die Sanierung des Kirchenschiffes.

Mit der Aktion am Sonntag zeigten die Buskower, dass sie sich mit eigenen Mitteln an dem Vorhaben beteiligen wollen. Gut ein Dutzend Menschen bauten Stände auf und boten ihre Waren an. "Wir beteiligen uns mit Kuchen statt der Standgebühr", war sich Familie Draber aus Buskow einig. Immerhin bringe das mehr Geld in die Kasse als eine Standgebühr, meinte auch Tara Petruschke. Die Neunjährige saß vor ihren ausrangierten Kinder- und Spielsachen. Sie schmökerte in einem Zauberbuch, das sie kurz zuvor vom Trödelnachbar erworben hatte. Zauberei interessiert sie, meinte sie - wohlwissend, damit keine Wünsche erfüllen zu können. Aber dabei zu sein und ohne Tricks mit ihren Spenden etwas für die Kirche in Buskow zu tun, bereitete ihr großen Spaß.

Die Besucherin Gabriele Fourmont war extra aus Rheinsberg gekommen. "Es ist für einen guten Zweck", sagte sie und da sei ihr kein Weg zu weit und kein Wetter zu heiß. Die Besucher bekamen neben Kaffee und Kuchen einiges an Abwechslung geboten, unter anderem gab es Kutschfahrten und alle konnten versuchen, riesengroße bunte Seifenblasen durch die Luft schweben zu lassen.

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