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Einer für alle, alle für einen

Das muss gefeiert werden: Bernd Gericke, der Einheitsführer der Freiwilligen Feuerwehr in Wall, ließ sich von Fehrbellins Bürgermeisterin Ute Behnicke gern zu dem Jubiläum beglückwünschen.
Das muss gefeiert werden: Bernd Gericke, der Einheitsführer der Freiwilligen Feuerwehr in Wall, ließ sich von Fehrbellins Bürgermeisterin Ute Behnicke gern zu dem Jubiläum beglückwünschen. © Foto: MZV/Bandoly
Inez Bandoly / 28.07.2013, 18:30 Uhr
Wall (MZV) 80 Jahre alt und noch immer frisch und spritzig: Die Freiwillige Feuerwehr Wall beging am Sonnabend ihr rundes Jubiläum, und alle sind sie an die Kreisgrenze gekommen, um zu gratulieren.

Die Sonne brannte am Sonnabend gnadenlos und trieb den Menschen ohne großartige Anstrengungen den Schweiß ins Gesicht. Kein Lüftchen wehte, aber auch gar nichts sorgte für eine Erfrischung. Die Luft stand wie eine Wand. Ein Murren oder ein Stöhnen waren in Wall aber nicht zu vernehmen. Stattdessen waberte ausgelassene Stimmung durch den Ort: Die Freiwillige Feuerwehr feierte ihren 80. Geburtstag. Fröhliche, aber von der Hitze gezeichnete Gesichter bestimmten die Szenerie.

Spätestens nach dem großen Festumzug, der sich um kurz nach 9 Uhr in Bewegung setzte, waren alle in ausgelassener Partystimmung. Der Spielmannzug des Beetzer Carnevalclubs (BCC) versetzte Wall mit heißen musikalischen Rhythmen gefühlt an den Zuckerhut. Martinshörner färbten alles in passende Feuerwehr-Atmosphäre.

Am Festplatz angekommen formierten sich die Waller und befreundete Feuerwehrverbände aus der Region zur Eröffnung vor dem Herrenhaus. Bernd Gericke, Leiter der Feuerwehreinheit Wall, begrüßte die Menschen und gab einen kleinen Rückblick, wie es vor 80 Jahren im Dorf aussah.

Als um 1932 in Wall eine Bauernsiedlung entstand und viele Menschen in die Region kamen, musste auch für den Brandschutz gesorgt werden. Die Siedler entschlossen sich, eine eigene Feuerwehr zu gründen. Damals in der ersten Reihe dabei waren Hugo Missal und Friedrich Piepmeier. Als Brandmeister führten sie einen Trupp von zwölf Freiwilligen Feuerwehrmännern an.

Besonders interessiert hörten die kleinsten Waller Gerickes Ausführungen zu, denn sie wollen in die Fußstapfen der Altvorderen treten. Kurz bevor sie in die Reihen der Waller Feuerwehr aufgenommen wurden, gab Gericke das Motto aus: "Einer für alle, alle für einen."

Danach wurden die zehn Waller Nachwuchsfeuerwehrleute eingekleidet. Stolz nahmen Pia-Jolina Eule, Deborah Oberath, Alina Redel, Tabea Schulz, Vanessa Seiffert, Viola Stirnweiß, Maurice Leupert, Max Paul Oberath, Maurus Schulz und Janko Weihrauch ihre Anzüge und Helme entgegen. Geführt wird die nagelneue Jugendwehr von der 35-jährigen Hauptfeuerwehrfrau Daniela Haack. Den letzten Akt der Gründungszeremonie übernahm dann Bürgermeisterin Ute Behnicke, indem sie Haack die Gründungsurkunde der Waller Jugendwehr übergab. Behnicke freute sich, dass immer mehr Mädchen den Weg zu den Lebensrettern finden würden. "Das ist ganz bemerkenswert", erklärte sie. Die Arbeit werden die Neuen aber erst nach den Sommerferien aufnehmen.

Übrigens: Von Ungefähr kommt das Engagement der Kleinen nicht. Beispielsweise sei Alina Redel genannt, die ihrem Vater nacheifert, der als Feuerwehrmann in Wall seinen Dienst versieht. Auch er fing als Jugendlicher bei der Einheit an. Heute gehören der Waller Feuerwehr 16 Aktive an. "Klein aber fein. Es kommt nicht auf die Stärke an, sondern auf die Qualität", meinte Behnicke und verwies auf den guten Ausbildungsstand. Zudem seien die Waller bei Feuerwehr-Wettkämpfen stets auf den vorderen Plätzen zu finden. Den von der Bürgermeisterin gestifteten Wanderpokal haben sie dreimal gewonnen.

"Es sind die, die im wahrsten Sinne des Wortes durchs Feuer gehen", lobte Ute Behnicke. Auf Wall sei stets Verlass. Dann gab sie Gericke einen kleinen Umschlag, mit dessen Inhalt zur Freude aller nun endlich eine Fahne gekauft werden kann. Danach wurde gefeiert.

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