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Eine Gefahr für Radler und Autofahrer

Holperpiste: die Straße nach Wall.
Holperpiste: die Straße nach Wall. © Foto: MZV/Kluge
Judith Melzer-Voigt / 12.08.2013, 19:04 Uhr
Wall/Neuruppin (MZV) Während sich die Situation auf der Fehrbelliner Gemarkung entspannt hat, wird sie auf dem Neuruppiner Areal schlimmer: Die Straße zwischen Pabstthum und Wall wird immer schlechter - und das wird sich so schnell auch nicht ändern.

Die Gemeinde Fehrbellin hat ihren Teil der Strecke bereits vor einigen Monaten saniert. Rund 15 000 Euro wurden in das Flicken der Straße gesteckt, doch die Probleme für Autofahrer sind dadurch nur etwas gemildert worden. Denn ein Großteil des Weges liegt auf Neuruppiner Gebiet - und die Stadt hat nicht vor, die Straßenoberfläche, aus der sich bereits viele Steine lösen, zu erneuern. Stadtsprecherin Michaela Ott sagte dazu, dass die "kommunale Straße auf Neuruppiner Gemarkung demnächst nicht für Unterhaltungsmaßnahmen vorgesehen ist, da dieser Straßenabschnitt nicht die Priorität aufweist, die andere kommunale Straßen mit Unterhaltungsbedarf haben".

Für Sigrid Stolz, Ortsvorsteherin von Wall, ist das ein großes Ärgernis - aber noch mehr stört sie, dass niemand etwas gegen die Verursacher der Schäden auf der Straße tut. Dabei handelt es sich ihrer Meinung nach um große landwirtschaftliche Fahrzeuge, die den Straßenuntergrund kaputt fahren. "Da werden die Steine regelrecht aufgewirbelt", sagte sie. Auch viele andere Waller hätten das schon beobachtet. "Ich sehe die Straße mächtig in Gefahr", so Stolz.

Dass die Strecke für Trecker samt Anhänger freigegeben ist, sei von Anfang an so geplant gewesen. "Aber da sind wir natürlich nicht von solch enorm großer Technik ausgegangen", sagte die Ortsvorsteherin. Mittlerweile sei die Verbindung zwischen Pabstthum und Wall vor allem für Auto- und Motorradfahrer gefährlich. Doch auch Radler könnten schnell das Gleichgewicht verlieren, wenn sie einen losen Stein nicht sehen und drüberfahren - und das, obwohl die Straße Teil des Verbindungsradweges zwischen Städten mit historischen Stadtkernen ist.

Erst kürzlich hat Stolz das Problem bei Fehrbellins Bürgermeisterin Ute Behnicke angesprochen, doch sie weiß, dass Behnicke in diesem Fall nicht viel machen kann. "Die Landwirtschaft müsste etwas unternehmen", ist sich Stolz sicher. Schwere Fahrzeuge dürften die Strecke nicht mehr passieren, sondern müssten andere Wege zu ihren Silos suchen.

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