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Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung

Starke Rauchentwicklung: Die Scheune in Neuhof wurde am Montagabend ein Raub der Flammen.
Starke Rauchentwicklung: Die Scheune in Neuhof wurde am Montagabend ein Raub der Flammen. © Foto: MZV
Martin Risken / 19.11.2013, 19:12 Uhr
Neuhof (MZV) Wegen des Verdachts der Brandstiftung ermittelt die Polizei in Neuhof. Gegen 19 Uhr wurden die Feuerwehren aus Zehdenick, Mildenberg und Krewelin am Montagabend zum Brand einer Scheune auf dem Grundstück Schulstraße 16 nach Neuhof gerufen (wir berichteten). Beim Eintreffen der insgesamt 29 Feuerwehrkameraden sowie von Polizei und des Rettungsdienstes brannte das L-förmige Nebengebäude bereits lichterloh. Das Feuer drohte auf benachbarte Wohngebäude überzugreifen. Deshalb wurden die Bewohner aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Verletzt worden sei bei dem Einsatz niemand, berichteten die Einsatzkräfte am Dienstag übereinstimmend.

Starker Funkenflug sowie extreme Rauch- und Hitzeentwicklung machten das Löschen des Feuers schwierig. Zunächst erfolgte die Brandbekämpfung mit Wasser, später mit Löschschaum. Während der Brandbekämpfung stürzte das Gebäude zur Hälfte ein. Der Schutt verdeckte anschließend die Brand- und Glutnester. Der Einsatz war zunächst um 22.15 Uhr beendet, gegen 1.10 Uhr erfolgte eine erneute Alarmierung wegen wiederaufflammender Glutnester. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis tief in die Nacht hin. Erst gegen 2.30 Uhr konnte die Feuerwehr endgültig abrücken.

Am Dienstagmorgen nahmen Kriminaltechniker die bis auf die Grundmauern niedergebrannte Scheune unter die Lupe. Es bestätigte sich der Verdacht, dass es sich vermutlich um Brandstiftung handelt. Der Schaden beläuft sich auf rund 10 000 Euro, teilte die Polizei mit.

Auch die Gebäude- und Wohnungswirtschaft (Gewo) Zehdenick, der das Grundstück an der Schulstraße gehört, geht von Brandstiftung aus. Ihr Geschäftsführer Eckart Diemke erstattete am Dienstag Anzeige. Das niedergebrannte Gebäude sei nicht mehr genutzt worden. "Da hat keiner mehr was zu suchen", stellte Diemke fest.

Auf dem mehrere hundert Quadratmeter großen Areal kam es in der Vergangenheit des Öfteren zu Bränden. Vor einigen Monaten qualmte es aus dem Dach, nachdem Hausbewohner offenbar versucht hatten, Feuer zu machen. Auch die außerhalb stehende Waschküche war bereits einmal aus unerklärlichen Gründen in Brand geraten, berichteten die um die eigene Sicherheit besorgte Anwohner.

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