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Der urtümliche Charme des Waldfestes

Hergehört und mitgelacht! Nach Sport und Spiel war Kindertheater angesagt.
Hergehört und mitgelacht! Nach Sport und Spiel war Kindertheater angesagt. © Foto: Katja Schrader
Katja Schrader / 26.04.2015, 22:42 Uhr
Neu-Vehlefanz (MZV) Mehrere tausend Besucher haben am Sonnabend das 13. Krämerwaldfest in Oberkrämer genossen. Bei Sonnenschein und Wärme gab es jede Menge Gelegenheit zum Feiern, zum Austausch und gemeinsamen Erleben.

Am Eingang gibt es für jeden Besucher schon einmal eine zünftige Eintrittskarte. Die Astscheibe auf der "Krämerwaldfest 2015" steht, hängen sich viele Gäste gleich um den Hals.

"Das ist schon einmal eine so schöne Erinnerung", sagt Kati Freiherr. Mit ihrer Familie ist sie zum wiederholten Mal aus Berlin gekommen. "Dieses Fest ist kein gewöhnliches. Hier erlebt man wirklich was und futtert sich nicht nur von Bude zu Bude", meint sie.

Mehr als tausend Gäste sind bereits am Vormittag an der Kasse, an der Frank Rietdorf steht, vorbeigekommen. Dass der Eintrittspreis von einem auf zwei Euro erhöht wurde, stört dabei keinen. "Ganz im Gegenteil. Bei einem Euro haben die Leute fast mehr gemosert", sagt der Mitarbeiter vom Bauhof der Gemeinde. Den ganzen Tag reißt der Besucherstrom nicht ab.

Traditionell beginnt der Tag mit der Pflanzung vom Baum des Jahres. In diesem Jahr wird der Feld-Ahorn feierlich in den Waldboden gebracht. Auf der Bühne gibt es ein vielseitiges Programm mit Musik, Theater und Tanz. Einige genießen die Fahrt in der historischen Postkutsche, andere schließen sich einer Waldführung an. Kinder können sich im Baumklettern versuchen.

In der Waldbegegnungsstätte geht es ruhiger zu. Konzentriert betrachten die Besucher die Ausstellungen zum Thema Forst. An einem langen Tisch können Waldtiere aus Holz angemalt werden.

"Meistens kommen die Leute hier ganz zum Schluss her, wenn sie überall geguckt haben und ein wenig Ruhe vom Trubel brauchen. Hier hört man keine Helene Fischer mehr", sagt Hardy Wagner von der Waldschule Briesetal. Von den Infoblättern zum Thema Wolf ist am frühen Nachmittag nur noch eins übrig. Das Thema scheine die Leute gerade besonders zu interessieren, meint Wagner. "Die einen schüren die Angst vor dem Wolf, die anderen freuen sich, wenn er wieder da ist."

Auch der Familienwettkampf ist am Sonnabend heiß begehrt. Zehn Aufgaben müssen die Teams erfüllen. Für jede gibt es Punkte, die am Ende zusammengezählt einen Preis ergeben. Die Punktezettel gehen schon bald aus, so dass sie mehrfach verwendet werden müssen.

Während sich die Gemeinde die Spiele ausgedacht hat, sorgen die Mitwirkenden vom Sommerlager (SoLA) Vehlefanz an diesem Tag für die Umsetzung. Eifrig gehen die Familien von Station zu Station, messen sich im Kienapfelschnelltransport, Wettnageln, Baumstammziehen und anderen Disziplinen.

Jörg Focking vom SoLa Oberkrämer ist begeistert von dem großen Interesse der Familien. "Hier sind Omas und Opas mit ihren Enkeln dabei, und Väter legen sich mit ihren Töchtern ins Zeug. Eigentlich sind das ja alles banale Spiele, aber sie sind für alle da. Das entspricht dem Charme des Waldfestes. Alles ist nicht so durchgestylt, eher ursprünglich."

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