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Wenn die Kommissarin singt

Zeigt musikalische Seite: Die Schauspielerin Dagmar Manzel wird in diesem Jahr das wohl bekannteste Gesicht beim Garzer Kultursommer sein. Sie hat erst vor Kurzem als neue Tatort-Ermittlerin im Fernsehen überzeugen können und wird in Garz Chansons singen.
Zeigt musikalische Seite: Die Schauspielerin Dagmar Manzel wird in diesem Jahr das wohl bekannteste Gesicht beim Garzer Kultursommer sein. Sie hat erst vor Kurzem als neue Tatort-Ermittlerin im Fernsehen überzeugen können und wird in Garz Chansons singen. © Foto: dpa
Judith Melzer-Voigt / 27.04.2015, 21:37 Uhr
Garz (RA) Erst vor Kurzem hat sie als Tatort-Kommissarin Paula Ringelhahn das deutsche Fernsehpublikum überzeugt. Im Juni wird die Schauspielerin Dagmar Manzel im Zuge des Garzer Kultursommers in einer ganz anderen Rolle zu sehen sein - als Sängerin.

Dagmar Manzel ist das wohl bekannteste Gesicht beim diesjährigen Garzer Kultursommer. Neben ihrer Rolle als Ermittlerin im neuen Erfurter Tatort-Team ist sie unter anderem bekannt aus Produktionen fürs Kino wie "Die Apothekerin" oder "John Rabe" beziehungsweise fürs Fernsehen wie "Speer und er" oder "Nicht alle waren Mörder". Doch die Schauspielerin ist auch auf der Theaterbühne zu Hause. Seit 2014 ist sie mit ihrem Programm "Menschenskind" unterwegs. Damit wird sie auch am Sonntag, 7. Juni, in Garz an der Kirche Station machen. Beginn ist um 16 Uhr. Manzel wird Lieder aus den 1920er-Jahren präsentieren, begleitet wird sie dabei von Frank Schulte am Piano.

Im Mittelpunkt von "Menschenskind" stehen Stücke von Friedrich Hollaender, einem der bekanntesten Chansonkomponisten Deutschlands in den 1920er-, 1930er-Jahren. Er hat unter anderem die Lieder "Ich bin die fesche Lola" und "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt" für den Film "Der blaue Engel" mit Marlene Dietrich komponiert. Dagmar Manzel wird am 7. Juni zeigen, dass die Arbeit Hollaenders aber noch sehr viel umfang- und vor allem auch facettenreicher war.

Doch die Schauspielerin bestreitet lediglich den Auftakt des Garzer Kultursommers. Insgesamt wird es sieben Veranstaltungen geben, die wieder jede Menge Besucher ins Dorf locken sollen. Am Sonnabend, 13. Juni, um 11 Uhr beginnt beispielsweise das große Garzer Dorffest anlässlich des 625-jährigen Bestehens des Ortes. Eröffnet wird es mit einem Festgottesdienst. Anschließend beginnt das Straßenfest rund um die Kirche.

Die jungen Künstler des Julius-Stern-Instituts der Universität der Künste Berlin stehen am Sonntag, 5. Juli, ab 15 Uhr im Mittelpunkt. Sie werden Solo- und Kammermusik aus drei Jahrhunderten auf die Bühne bringen. Unter dem Motto "Weiber? Männer!" steht der Auftritt eines bekannten Ensembles für regelmäßige Kultursommer-Besucher: der Lotte Lehmann Akademie, am Sonntag, 23. August, ab 16 Uhr. Unter der Leitung von Saskia Kuhlmann präsentieren die Teilnehmer der Akademie "Leckerbissen des Opernrepertoires".

"Farbige Auseinandersetzungen und Musik, die nicht weiter stört": Das ist das Thema der Ausstellung von Stephanie von Dallwitz, die am Sonnabend, 12. September, um 16 Uhr im Haus im Luchdamm 4 eröffnet wird. Am Sonntag, 20. September, um 16 Uhr beweisen die Organisatoren des Kultursommers die Vielseitigkeit der Veranstaltungsreihe: Nach jeder Menge Musik und besagter Ausstellung steht eine Lesung auf dem Programm. Unter dem Motto "Gott, ist die Gegend runtergekommen" liest Hans-Jürgen Schatz unter anderem Fontane, Kerr und Tucholsky. Adele Bitter (Violoncello) und Holger Groschopp (Orgel) begleiten ihn.

Seinen Abschluss findet der Kultursommer am Sonnabend, 3. Oktober, mit dem Erntedankfest, das um 14 Uhr in der Kirche mit einem Gottesdienst beginnt. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei, um Spenden wird gebeten.

Wenn dieses ambitionierte Programm geschafft ist, hat sich die Spendenkasse wahrscheinlich wieder gut gefüllt. Gebraucht wird das Geld allemal: zur Unterstützung der Künstler und zur weiteren Sanierung der Kirche und des Kirchengeländes in Garz.

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