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Bürger hätten gern eine Fähre / Zum achten Mal fand Sommer fest von Aurith und Urad statt

Wunsch nach kurzen Wegen

Fährverkehr trotz Niedrigwassers: Die polnischen Übersetzboote beförderten am Sonnabend als provisorische Fähren Tausende Besucher zwischen beiden Oderufern in Aurith und Urad.
Fährverkehr trotz Niedrigwassers: Die polnischen Übersetzboote beförderten am Sonnabend als provisorische Fähren Tausende Besucher zwischen beiden Oderufern in Aurith und Urad. © Foto: Jörg Hanisch
Jörg Hanisch / 23.08.2015, 21:22 Uhr
Aurith (MOZ) Als es vor acht Jahren das erste Sommerfest in Aurith und Urad gab, sah es zunächst nicht nach positiver Stimmung aus. Die Aurither und Bewohner der Zilterdorfer Niederung demonstrierten gegen einen möglichen Brückenneubau über die Oder nahe des Ortes.

Aus der Ablehnung der Brücke entstand die Idee einer ständigen Fährverbindung über die Oder, die die beiden Orte Aurith und Urad verbinden sollte und so entstand das Deutsch-Polnische Sommerfest. Der Gedanke nahm konkrete Formen an und die Planungen dazu sind im Wesentlichen abgeschlossen, aber es hängt auf deutscher Seite an behördlichen Genehmigungen. "Wäre das ein sportlicher Wettkampf könnte man sagen, die polnische Seite ist sehr weit gesprungen. Wir dagegen stecken beim Weitsprung noch in der Hocke", sagte der ehrenamtliche Bürgermeister von Ziltendorf Danny Langhagel und zollte damit seinem Amtskollegen Marek Kokodziejczky aus Cybinka Lob. Bundestagsabgeordneter Thomas Nord versprach sich für die praktische Umsetzung einer ständigen Fährverbindung einzusetzen und überreichte an Danny Langhagel einen Scheck in Höhe von 150 Euro.

Unterstützt von der Euroregion Viadrina und organisiert vom Förderverein Schlaubemündung-Odertal in Brieskow-Finkenheerd gab es beim diesjährigen Sommerfest neben Fragen und Antworten zur Fähre und zu deutsch-polnischen Tourismusprojekten, wie zum Beispiel die Oder-Schlaubetal-Schleife, jede Menge Kultur zu erleben. Musiker der "Band ohne Namen" waren auf der Suche nach selbigen und forderten die Zuhörer auf, sich einen Namen einfallen zu lassen, der zur keltischen Musik passt und fuhren als "High Spirit" zurück nach Frankfurt. Die VOC-Tour des Landkreises Oder-Spree war auf Tournee und polnische Nachwuchskünstler traten an beiden Oder-Ufern auf. Die Mädchen der Ziltendorfer Trachtengruppe begeisterten nicht nur die Offiziellen bei der traditionellen Begrüßung mit Brot und Salz, sondern auch bei ihren Tanzdarbietungen für die ebenfalls die Damen des Tanzsportclubs Brieskow-Finkenheerd viel Beifall erhielten. Mit großem Interesse verfolgten die Besucher in Aurith und Urad die Vorführungen im Waldsportmehrkampf durch Alexander Genz aus der Thälmannsiedlung.

Der Bedarf nach kurzen Wegen zwischene Deutschland und Polen ist da. "Wir wollen eigentlich täglich über die Oder fahren können", wünscht sich Erika Ribbe aus Wiesenau und spricht damit aus, was viele Besucher denken.

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moz-leser 25.08.2015 - 17:30:28

Geht's noch?

Ich kenne Niemand der täglich nach Polen fahren möchte: Weshalb und wozu? Liebe Frau Ribbe, kaufen sie sich doch ein schönes Häuschen in Urad und ziehen dort hin. ...und auch schönen Dank für die enorme Spende von 150 Euro, Herr Bundestagsabgeordneter. Ich hoffe das fehlt dann nicht an der Griechenland-Hilfe.

Paule Bademeister 25.08.2015 - 11:14:47

Brücke/Fähre Aurith

Kein Mensch braucht an dieser Stelle eine Brücke oder Fähre. Wer sie dennoch haben will, soll sie auch bezahlen.

Helga Gruber 25.08.2015 - 09:15:20

Eine Brücke muss her!

Wer so wie Frau Ribbe fordert: "Wir wollen eigentlich täglich über die Oder fahren können", muss mit einer Brücke einverstanden sein, denn nur auf einer Brücke kann man fahren, z.B. mit einem Fahrrad. Eine Flußfähre wird nicht täglich auf der Oder verkehren aus vielfältigen Gründen = siehe Oderfähre Gozdowice! Deshalb ist eine Fußgänger- und Fahrradbrücke eigentlich die bessere Lösung = passierbar an 365 Tagen rund um die Uhr!

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