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Zurück zum Naturzustand

Ein ganz schöner Aufwand: Beispielsweise der Katerbower Mühlenteich ist bereits renaturiert worden. Für diese Vorhaben gibt es eine 100-Prozent-Förderung.
Ein ganz schöner Aufwand: Beispielsweise der Katerbower Mühlenteich ist bereits renaturiert worden. Für diese Vorhaben gibt es eine 100-Prozent-Förderung. © Foto: MZV
Judith Melzer-Voigt / 06.10.2015, 18:15 Uhr
Kerzlin (MZV) Die Katerbower kennen es schon, die Wildberger ebenfalls. Kränzliner, Darritzer und Garzer erst recht. Und nun sind die Kerzliner an der Reihe: Nahe ihrem Dorf sollen sechs Feldsölle wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt werden.

Die kleinen Inseln, oft inmitten von Feldern, sind den meisten Menschen, die durch die Region fahren, schon einmal aufgefallen. Eine Baumreihe grenzt sie ab, dahinter verbirgt sich ein mittlerweile versandetes Gewässer. Doch eigentlich handelt es sich bei diesen Feldsöllen um kleine Oasen, die durchaus Wasser tragen und einen perfekten Lebensraum für Tiere bieten. In vielen Dörfern im Amt Temnitz sind diese Sölle in den vergangenen Monaten renaturiert worden. Nun wird genau das auch in Kerzlin geschehen.

Die Temnitztaler Gemeindevertreter haben sich in der vergangenen Woche mit dem Thema beschäftigt. Ein Argument hat dabei eine besondere Rolle gespielt: Für diese Vorhaben gibt es 100 Prozent Fördermittel vom brandenburgischen Umweltministerium. Ohne diesen Anreiz würde es wohl kaum dazu kommen, dass so viele Feldsölle revitalisiert werden. Denn die Kosten dafür sind nicht zu unterschätzen. 237 500 Euro betragen sie im Kerzliner Fall.

Die Projektunterlagen sind ausgearbeitet worden. Sie sind Grundlage für den Fördermittelantrag. Die Gemeindevertreter haben dem Vorhaben ebenfalls zugestimmt. Laut der Temnitzer Amtsdirektorin Susanne Dorn werden die Kerzliner Feldsölle nicht die letzten sein, die im Amtsbereich renaturiert werden. Allerdings wird mit dem Dorf begonnen, weil der Besitzer der Flächen, ein Landwirt, schon seine Zustimmung zu dem Vorhaben gegeben hat und bereit für die Arbeiten ist. Ein Duldungsvertrag über 25 Jahre ist mit ihm abgeschlossen worden. Auch Pächter und Bewirtschafter stehen dem Projekt laut Amt positiv gegenüber.

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