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Mäßiges Abschneiden der Einheimischen beim Motorradbiathlon

Eine Stunde vollste Konzentration - der 50-jährige Roger Begerow auf seiner Husqvarna.
Eine Stunde vollste Konzentration - der 50-jährige Roger Begerow auf seiner Husqvarna. © Foto: Beate Schmidt
Hagen Bernard / 13.06.2016, 18:35 Uhr - Aktualisiert 21.06.2016, 13:13
Diehlo (MOZ) Nicht zufrieden sind die Fahrer des Gastgebers MV REW EKO Stahl mit ihren beiden Motorradbiathlonläufen auf dem Diehloer Bergring. Neben einem Tagessieg durch Kay Awe gab es lediglich Mittelfeldplatzierungen.

Recht entspannt wirkte der Eisenhüttenstädter Kay Awe nach dem siebten Landesmeisterschaftslauf im Motorrad-Biathlon. Der ehemalige Six-Days-Fahrer hatte sich nach 1:01:23,58 Stunden auf dem Diehloer Bergring durchgesetzt. Sein ärgster Konkurrent auf den Meistertitel von Berlin-Brandenburg, Monty Seltmann (MC Groß Glienicke), hatte gut zwei Minuten mehr benötigt und war hinter Sven Schosnig (MC Lebusa) Dritter. Awe musste am Sonntag im 2. Lauf sich nur vor Seltmann platzieren, um sich in der Klasse der Senioren über 35 Jahre wieder die Führung zu holen. Freilich, mit 9,39 Sekunden hatte Seltmann eine exzellente Startprüfung hingelegt - etwa 25 Meter Sprint zum Motorrad und dann das Krad starten - Awe war da eher mittelmäßig. Doch auf der Strecke hatte der 42-Jährige aus seiner Husqvarna nahezu alles herausgeholt und dabei auch seine Weltmeisterschafts-Erfahrungen ausgespielt. Beim Schießen mit dem Lasergewehr auf die vier Meter entfernte 32 Millimeter große schwarze Scheibe hatte er fünfmal getroffen - wie die meisten der Senioren. Nur selten ließ jemand eine Scheibe stehen so wie Vereinskamerad Ronny Wonneberger. "Schade, dafür gibt es gleich eine Strafminute, die muss man erst einmal herausfahren", bedauerte der 39-Jährige. Auch die Startzeit war recht mäßig, das Krad sprang nicht gleich an. Immerhin war es für Wonneberger der siebte Tagesrang. Enttäuscht begab er sich nach dem Rennen nach Hause, um sich die Formel 1 anzuschauen.

Das tat Vereinskollege Roger Begerow nicht, der sich trotz der besten Startzeit der Eisenhüttenstädter mit dem zwölften Tagesrang begnügen musste. Einen Platz hinter seinem Teamkollegen Mario Hille und einen Rang vor seinem Vereinsgefährten Steffen Krüger. Etwas ungläubig schaute der 50-Jährige auf die Ergebnisliste, mit einem etwas besseren Abschneiden am ersten Renntag hatte der Fünfte der Norddeutschen Meisterschaften auf einer Fünfhunderter MZ von 1992 schon gerechnet. Mehr hatte jedoch seine Husqvarna TZ250 Viertakt im Rennen nicht hergegeben.

Darüber hinwegtrösten konnte er sich mit seiner Frau Petra, die zusammen mit ihm und Hund per Wohnmobil angereist war. "Wir übernachten hier und grillen. Das ist eigentlich das Schönste bei solchen Veranstaltungen. So sind wir auch in Woltersdorf und Teterow", erklärt die zuschauende Partnerin. Wegen ihr war der einstige Enduro-Spezialist des MC Frankfurt nach Eisenhüttenstadt gezogen und hatte sich im Jahr 2012 dem MV REW Eko Stahl angeschlossen. "Motorradbiathlon finde ich viel abwechslungsreicher. Beim Enduro fährt man zwar den ganzen Tag, doch gibt es beispielsweise bei den Verbindungsetappen viele Erholungsphasen. "Hier muss ich über eine Stunde voll fahren. Das merke ich auch danach in den Händen und Armen", erklärt der Hauswart der Eisenhüttenstädter Gebäudewirtschaft. Daher wählt er seine Schießeinlage - den Zeitpunkt dazu kann ab der absolvierten ersten Runde jeder selbst bestimmen - zur Hälfte des Rennens. Bis vor einem Monat war Begerow noch Vertreter einer Fensterfirma, die Reklame ist auf seiner Montur zu lesen.

"Das Gute an diesen Biathlon-Rennen ist, man braucht keine Lizenz, jeder kann mitmachen", erklärt Kay Awe. "Mein Jahreshöhepunkt sind die Deutschen Meisterschaften im Herbst, alles andere ist mir zu aufwändig." Allerdings musste der sieggewohnte Fahrer am Sonntag einen herben Rückschlag hinnehmen. Wegen Motorproblemen wurde er nur Siebter, direkt hinter Ronny Wonneberger. Bester Eisenhüttenstädter war Mario Hille als Fünfter, Roger Begerow wurde Neunter.

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