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Die Nachrücker fehlen noch

Markus Kluge / 25.09.2016, 18:02 Uhr
Vielitz (RA) 1996 war das Jahr, in dem Vielitz eine Jugendfeuerwehr bekam. Ronny Prehm, der schon in Grieben eine junge Truppe geleitet hatte, trommelte damals den Nachwuchs zusammen. Ihr 20-jähriges Bestehen feierte die Jugendfeuerwehr am Sonnabend mit einem großen Fest und vielen Gästen.

Mit zwölf Kindern und Jugendlichen baute Prehm damals die Jugendfeuerwehr auf und schaffte damit eine ganz neue Institution im Dorf. In den zwei Jahren darauf stieg die Zahl der Mitglieder rasant an. "Wir hatten damals 27 Kinder und Jugendliche gewinnen können. Das war die absolute Spitze. Schließlich sind wir mit knapp 250 Einwohnern nicht gerade ein großes Dorf", erinnert sich der stellvertretende Einheitsführer Lutz Franke gerne an diese Jahre zurück. Aber der Boom war nicht von Dauer. Vor fünf Jahren sackte die Zahl sogar bis auf zwei Mitglieder wieder ab. Mit dem damaligen Jugendwart Holger Korpal hieß es dann Klinken putzen im Dorf, um die Nachwuchs-Einheit am Leben halten zu können. "Wir haben richtig viel Werbung gemacht", so Franke. Die Mühe hat sich gelohnt. Unter Leitung von Jugendwart Ronny Cornelius treffen sich heute regelmäßig acht Kinder und Jugendliche.Die hat ten beim Fest am Sonnabend auch ihren Spaß. Nicht nur, dass sie und ihre Gäste mit dem großen Einsatzfahrzeug mit Sirenengeheul durchs Dorf brausen konnten. Für sie stand am Nachmittag auch ein kleiner Wettkampf auf dem Programm. Dabei ging es an acht Stationen darum, Geschick und Feuerwehr-Wissen zu beweisen. Als Wettkampf-Partner hatten sich die Vielitzer die Jugendwehren aus Rüthnick, Gnewikow und Lindow eingeladen. Geschenkt wurde sich dabei nichts, sagt Cornelius. Die Hausherren und Jubilare mussten sich den Lindowern geschlagen geben. Auf Rang drei schafften es die Rüthnicker vor den Gnewikowern.

So viel Freude die Jugendarbeit in der örtlichen Feuerwehr auch macht, ein Zuckerschlecken ist sie nicht immer. Obwohl die Vielitzer Jugendfeuerwehr seit zwei Jahrzehnten besteht, ist es laut Franke bisher noch nie gelungen, dass auch nur ein Jugendlicher in die Reihe der aktiven Einsatzkräfte aufgenommen werden konnte. "Wenn das so weit ist, stehen immer Lehre oder Studium an, sie ziehen weg und es verändern sich die Interessen", bedauert Franke. Nach 20 Jahren deutet sich jetzt aber an, dass erstmals eine Jugendliche dabei bleibt: Silvana Prehm, die Tochter des Mannes, der die Jugendfeuerwehr damals aufgebaut hat.

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