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"Kunterbunt" noch etwas farblos

Manfred Wasner von der Maler-Firma Hübner aus Britz spachtelt die Wand im Eingangsbereich des Kita-Gebäudes.
Manfred Wasner von der Maler-Firma Hübner aus Britz spachtelt die Wand im Eingangsbereich des Kita-Gebäudes. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Marco Marschall / 21.10.2016, 07:45 Uhr
Althüttendorf (MOZ) Ende 2014 waren sie aus ihrem Domizil ausgezogen. Nun könnte die provisorische Unterbringung im Gemeindezentrum bald Geschichte sein. Bis zum Jahresende sollen die Kinder der Kita "Kunterbunt" in ihr frisch saniertes Haus einziehen.

Noch ist eine ganze Menge zu tun im Flachbau, in dem die jüngsten Althüttendorfer bis vor zwei Jahren noch untergebracht waren. Die Kabel für die Lampen ragen aus der Decke. Der Mitarbeiter einer Malerfirma ist zu Wochenbeginn gerade dabei, die Wände im Hauseingang zu spachteln. Bis zum Jahresende sollen sich in den Räumen "auf alle Fälle" wieder Kinder tummeln. Das versichert Joachimsthals Bauamtsleiter Eberhard Schröder. Verzögerungen habe es nicht gegeben.

Nur der etwa 1000 Quadratmeter umfassende Außenbereich dürfte erst im Frühjahr fertig werden. Noch ist vom neuen Spielplatz, den die Firma Tharo baut, nämlich nichts zu sehen. Die alte Kletterburg wird repariert. Neue Wippen, Schaukeln, eine Sitzgruppe, ein Klettergerüst und eine Matschstrecke werden sehnlichst erwartet. Außerdem wird ein Teil der Fläche neu gepflastert.

Knapp 80000Euro kosten die neuen Spielgeräte samt Installation. Etwa ein Fünftel der Gesamtkosten. "Wenn sie einmal fertig ist, wird es ein Schmuckstück sein", sagt Althüttendorfs Bürgermeister Siegfried Ortlieb über die für 44 Kinder ausgelegte Kita, die einst aus einer Elterninitiative entstand und später von den Johannitern übernommen wurde. Ist alles komplett, werden 600000Euro im Projekt stecken. Ein Neubau, so der Bauamtsleiter, hätte das Doppelte verschlungen. Zum Vergleich: die Eberswalder Kita "Nesthäkchen", deren Sanierung in diesem Jahr abgeschlossen wurde und die für 88 Mädchen und Jungen ausgelegt ist, kostete 1,55Millionen.

Aus Eberhard Schröders Sicht haben die Althüttendorfer genau richtig investiert. "Die Kita ist ein Stück Infrastruktur, das in der Gemeinde gehalten werden sollte", sagt er. Es wäre eines der ersten Dinge, nach denen potenzielle Zuzügler fragen.

Natürlich muss die 600-Einwohner-Kommune die Bausumme nicht allein aufbringen. 120000Euro Eigenmittel sind es in diesem Jahr. Sie seien fest im Haushalt eingeplant und für die Gemeinde auch zu stemmen. 370000 Euro schießt das Land Brandenburg aus zwei verschiedenen Fördertöpfen zu. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Außenhülle erneuert und schlug mit 80000Euro zu Buche.

Die fertige Kita soll dann in erster Linie eine bessere Übersicht für die Erzieher bieten. Nachdem die Johanniter die Trägerschaft der Einrichtung übernommen hatten, sollten auch Kinder unter drei Jahren im Haus betreut werden. Aus diesem Grund mussten Räume und der Sanitär-Bereich anders gestaltet werden, erklärt Bauamtsleiter Eberhard Schröder.

Auf 240 Quadratmetern können sich Krabbler wie Laufprofis künftig wieder austoben. Warm werden sie es auch haben. Der Untergrund wurde mit Fußbodenheizung versehen. Nun müssen die Fliesenleger noch ihr Werk verrichten. Über den Köpfen der Kinder fängt eine Akustik-Decke den Lärm gut ab. Das sei in modernisierten Kitas mittlerweile Standard, so der Bauamtsleiter. In der neuen Lehrküche können die Kinder künftig mit Kuchen- und Plätzchenteig kleckern. Das Mittagessen liefert weiterhin ein externer Anbieter.

Wem es trotz Fußbodenheizung und Backofen immer noch zu kalt ist, der kann gern auf der Holzbank schwitzen. Denn als Sahnehäubchen ist eine Fasssauna vorgesehen. Sie kostet 15000Euro und befindet sich außerhalb des Gebäudes. Dazu inspiriert wurden die Verantwortlichen durch die Sauna der Kita in Altenhof.

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